Science

"Das ist schlecht": Astronauten finden neue Risse in der ISS

Auch die Internationale Raumstation kommt irgendwann in die Jahre.
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Foto: Getty Images/gremlin
Artikel von: Philipp Rall
Am Sarja-Modul der Internationalen Raumstation hat die Besatzung Risse entdeckt. Sie könnten weiter wachsen.

Das Sarja-Modul oder FGB (von rus.: "Функционально-грузовой блок") ist eine Einheit der Internationalen Raumstation (ISS). Obwohl in Russland unter Aufsicht der russischen Weltraumbehörde Roskosmos produziert, ist es Eigentum der NASA. War Sarja bis zum Jahr 2000 vorrangig für die Energieversorgung, Lageregelung und Klimasteuerung der Station verantwortlich, wurden diese Aufgaben mittlerweile weitestgehend ausgelagert. Heute fungiert der FGB hauptsächlich als Treibstoffspeicher und Lagerraum.

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ISS: Risse am Sarja-Modul entdeckt

An ebendiesem Modul im russischen Abschnitt der ISS haben Kosmonauten nun einen Fehler entdeckt. Nach Informationen der Nachrichtenagentur RIA Novosti finden sich an der Oberfläche der Sarja-Einheit Risse, die über einen längeren Zeitraum zum Risiko werden könnten. Nach derzeitigem Wissensstand dringt über sie allerdings (noch) keine Luft aus der Raumstation.

"An einigen Stellen des Sarja-Moduls wurden oberflächliche Risse gefunden", zitiert Reuters unter Berufung auf RIA den Chefingenieur des Raketen- und Raumfahrtkonzerns Energia Wladimir Solowjow. "Das ist schlecht und deutet darauf hin, dass sich die Risse mit der Zeit ausbreiten werden."

Die Raumstation kommt in die Jahre

Schon früher hatte Solovyov darauf hingewiesen, dass ein Großteil der ISS-Ausrüstung zu altern beginne. Ab 2025 würde eine sprichwörtliche "Lawine" kaputter Gerätschaften auf die beteiligten Staaten zukommen.

Schon vergangenen Monat meldete Roskosmos es sei im Anfang der '00er-Jahre angekoppelten Swesda-Modul durch ein Leck zu einem Duckabfall gekommen. In diesem Teil des russischen Abschnitts sind mitunter Besatzungsmitglieder der Internationalen Raumstation untergebracht. Wegen eines 2018 entdeckten Lochs in der ISS hatte die russische Nachrichtenagentur TASS übrigens im August eine US-Astronautin diffamiert.

Quelle: RIA Novosti, Reuters

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