Um unsere Erde kreisen derzeit etwa 4.550 Satelliten (Stand: 1. September 2021). Wenn es nach einem britischen Unternehmen gehen würde, könnten es im nächsten Jahr noch mehr werden. Die Firma plant, Fabriken in Satelliten-Form in den Weltraum zu senden. Das klingt durchaus zunächst ungewöhnlich.

Weltraum: Das plant die Firma

Das britische Unternehmen SpaceForge wurde erst im vergangenen Jahr gegründet und hat Pläne, die durchaus als hochtrabend bezeichnet werden können: Es möchte schon Ende 2022 Fabriken im Weltraum sehen. Das Motto der Verantwortlichen lautet „Die nächste industrielle Revolution ist nicht auf der Erde“.

Doch wie genau stellt sich der Konzern das vor? SpaceForge will Satelliten in den Weltraum befördern. Darin sollen etwa Medikamente oder Legierungen von Roboter-Systemen produziert werden.

Das Unternehmen stellt derzeit Leute ein und beschreibt seine Arbeit wie folgt:

„Space Forge Ltd ist ein britisches Start-up, das die saubere industrielle Revolution durch die Nutzung des Weltraums anführen möchte. Wir entwickeln vollständig wiederverwendbare Satelliten, die für die Herstellung von Supermaterialien der nächsten Generation im Weltraum für die Rückkehr zur Erde ausgelegt sind, um den Übergang zu kohlenstoffarmen Technologien zu unterstützen.“

SpaceForge

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Satelliten im Weltraum nach Ländern:
USA: 2.788
China: 431
Russland: 167
Restliche Welt: 1.164
Insgesamt: 4.550
(via Statista, Stand: 1. September 2021)

Erde: ein „schrecklicher Ort für die Herstellung vieler Dinge“

Firmengründer Josh Western erklärt gegenüber The Guardian, dass die Erde ein wunderbarer Ort zum Leben sei, „aber schrecklich für die Herstellung so vieler Dinge“.

Den Grund dafür sieht er in zwei Dingen: „Man muss die Schwerkraft und die dichte Atmosphäre bekämpfen und gleichzeitig versuchen, keine Umweltverschmutzung zu verursachen. Aber im Weltraum hast du keine Schwerkraft, die das Mischen von Materialien stört, während du ein reines Vakuum und keine Luftverschmutzung hast.“

SpaceForge hat bereits viel Unterstützung aus aller Welt. Sowohl das SpaceFund in den USA als auch das World Fund, das in Berlin ansässig ist, gehören zu den Unterstützern. Josh Western und sein Team hoffen unter anderem daher, dass der erste „ForgeStar“ bis Ende 2022 im All ist.

Quelle: SpaceForge, The Guardian

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