Aufgrund der Langlebigkeit des Rovers Perseverance und der Sonde Ingenuity will die NASA eine besondere Mars-Mission den neuen Erkenntnissen anpassen. Mit der Mars Sample Return-Mission (MSR) soll das Gestein des roten Planeten auf die Erde gelangen. Durch den erfolgreichen Vorlauf durch Perseverance und Ingenuity könnten für diese Aufgabe vermutliche Instrumente entfallen.

NASA: Mars-Mission durch Perseverance vereinfacht?

Mit Perseverance schickte die US-amerikanische Weltraumorganisation 2020 einen besonderen Rover zum Mars. Im Jezero-Krater sucht dieser nach möglichen Spuren uralten Lebens. Der Ort ist gut gewählt, denn der Krater soll einst Teil eines Delta-Systems gewesen sein.

Damit die Proben von Perseverance auch mikrobakterielle Fossilien hin untersucht werden können, müssen sie zurück auf die Erde. Mit dem sogenannten Sample Fetch Rover (SFR) plante die NASA das Gestein auf einer späteren Mars-Mission von Perseverance abzuholen und über den Sampel Retrieval Lander (SRL) zur Erde zu bringen.

Die NASA hat sich nun gegen diesen Missionsablauf entschieden. Denn die Lebenserwartung von Perseverance sei den Ingenieur*innen nach so gut, dass es einen zusätzlichen Rover nicht mehr brauche, wie die Raumfahrtbehörde mitteilt.

Weitere Änderung überrascht

Noch überraschender ist die Ankündigung, dass die NASA ebenfalls zwei neue Drohnen im Zuge der Mission auf den Mars bringen wolle. Diese sollen vom Aufbau her Ingenuity ähneln. Die Drohne hat bisher 29 Flüge auf dem Planeten bestritten und seine geschätzte Lebenszeit um bisher ein Jahr überdauert. Außerdem schrieb sie Geschichte als das erste von Menschen geschaffene Flugobjekt, dass auf einem anderen Planeten eine Flug vollführte.

Zu Beginn sollten mit Ingenuity lediglich die Flugfertigkeiten von Drohnen in der dünnen Atmosphäre erprobt werden. Nachdem der kleine Hubschrauber jedoch länger als angenommen den Witterungsbedingungen standhielt, nutzen ihn die Ingenieur*innen nun auch als Aufklärungsflugzeug für Perseverance weiteren Weg.

Für die Mars Sample Return-Mission will die NASA die Fähigkeiten weiter ausbauen. Die zwei zusätzlichen Drohnen sollen demnach die Fähigkeit zur Bergung zwischengelagerter Proben erhalten, während Perseverance die primäre Bergung vornimmt.

Quellen: digitaltrends, NASA

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