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Kernfusion: Düstere Prognose – der Durchbruch kommt zu spät

Ein wichtiger Meilenstein in der Kernfusion wurde erreicht. Doch nun melden sich skeptische Stimmen zum vermeintlichen Durchbruch.

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Die Kernfusion gilt für viele als die wegweisende Methode zur Energieversorgung in unserer Zukunft. Im Gegensatz zu Kohle und Gas gelingt hier die Stromproduktion mit weniger Emissionen. Auch erneuerbare Energien übertrifft sie vor allem in ihrer Effizienz. Allerdings hat sich gezeigt: Fusionsexperimente sind äußerst knifflig. Forschende sind auf massenhaft Gelder und Energie angewiesen. Daher sind einige überzeugt: Trotz eines aktuellen Durchbruchs ist die Menschcheit zu spät dran.

Kernfusion: Fortschritt kommt zu langsam

„Es ist unwahrscheinlich, dass ein echtes Fusionskraftwerk läuft, bevor meine Enkelkinder 70 Jahre alt werden“, zitiert Futurism etwa den Journalisten mit den Spezialgebieten Energieversorgung und Umwelt Chris Cragg. Dabei feierte man erst vor kurzem einen entscheidenden Durchbruch in der Kernfusion.

Erstmalig gelang es bei einem Fusionsexperiment mehr Energie zu gewinnen, als eingespeist wurde. Doch auch wenn dieser sogenannte Break-Even-Point erreicht wurde, muss das Experiment im Kontext gesehen werden. So benötigte man bereits massenhaft zeitliche Ressourcen und Material, um einen minimalen Output zu erreichen.

„Mindestens 25 Jahre“, brauche die Kernfusion für den kommerziellem Gebrauch laut Umweltexperten Mark Diesendorf. Doch die Massenproduktion hängt nicht nur mit zuverlässigen Experimenten zusammen. Auch der Bau von Fusionskraftwerken wie etwa das französische ITER steht vor extremen Herausforderungen.

Andere Energiemethoden müssen wieder Aufwind erleben

In der Zeitspanne von zweieinhalb Jahrzehnten ließen sich laut Diesendorf erneuerbare Energien durch Windkraftanlagen und Solarparks vorantreiben. Darauf solle man sich laut ihm fokussieren. Immerhin versucht man es bereits seit über 70 Jahren mit der Fusionsenergie und verzeichnet nur wenige Erfolge.

Doch trotz vernichtender Prognosen hält etwa das US-amerikanische Energieministerium an der Kernfusion fest. Bereits bis 2030 möchte man die erste Fusionspilotanlage zum Laufen bringen. Dafür könnte auch ein überraschender Fund direkt aus unserer Atmosphäre zum Einsatz kommen.

Quelle: Futurism, eigene Recherche

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