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Skurriler archäologischer Fund: Mit dieser Entdeckung wollen Forscher nicht in Verbindung gebracht werden

Eine angebliche Entdeckung im Grand Canyon führte zu einem seltsamen Verschwörungsmythos. Renommierte Forschende sollen darin verwickelt sein.

Grabkammer mit vielen Zeichnungen
© Warren - stock.adobe.com

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So verändert sich die Erde, wenn sie sich aufhören würde zu drehen.

Die „Dokumentation“ des vermeintlichen archäologischen Fundes lässt einige huete glauben, das anerkannte Smithsonian Museum vertusche Beweise dafür, dass die alten Ägypter zum Grand Canyon in Nordamerika gekommen sind. Dadurch seien Hieroglyphen und Mumien für Tausende von Jahren verborgen geblieben.

Archäologischer Fund? Das will ein Entdecker gesehen haben

Die Verschwörungsmythos reicht zurück bis ins Jahr 1909, als die Arizona Gazette über den Entdecker G.E. Kincaid und seine Reise entlang des Colorado River berichtete. In einem Folgebericht erklärt Kincaid gegenüber der Zeitung, wie er 609 Meter über dem Flussbett einen Höhleneingang entdeckte und diesen erkundete. Dort machte er angeblich besagten archäologischen Fund.

„Als ich die Meißelspuren an der Wand im Inneren des Eingangs sah, wurde ich neugierig, sicherte mein Gewehr und ging hinein“, sagte er damals laut IFLScience. „Während dieser Reise ging ich mehrere hundert Meter entlang des Hauptgangs zurück, bis ich zu der Krypta kam, in der ich die Mumien entdeckte.“

Kincaid will dort mehrere Reihen der antiken Leichname gefunden haben, von denen alle, die er bisher dato konnte, männlich gewesen seien. Auch soll er eine Reihe weiterer Artefakte gefunden haben, darunter Vasen, Urnen sowie Kupfer- und Goldbecher, die vom Smithsonian untersucht würden. Das Merkwürdigste an all diesen ungewöhnlichen Funden waren die Hieroglyphen.

Verschwörungsmythos um das Smithsonian

„Auf allen Urnen oder Wänden über Türöffnungen und Steintafeln, die durch das Bild gefunden wurden, sind die geheimnisvollen Hieroglyphen zu sehen, deren Schlüssel das Smithsonian Institute noch zu entdecken hofft“, hieß es von Kincaid weiter.

An dieser Stelle entspinnt sich die Verschwörungsmythos rund um den vermeintlichen archäologische Fund. Denn Beweise gab es für diese Behauptung nicht. Das Smithsonian bestreitet, an einem solchen Fund beteiligt gewesen zu sein, wie IFLScience berichtet. Auch gäbe es keine Aufzeichnungen, die die Existenz von Kincaid bestätigen. Es ist daher wahrscheinlich, dass es sich bei der Geschichte um einen Schwindel handelte.

Eine ähnliche Erzählung wurde schon 1878 verbreitet, als der bekannte Schwindler Joseph Mulhattan behauptete, in Kentucky sei eine riesige Höhle geöffnet worden, in der mehrere ägyptische Mumien gefunden worden seien.

Auch heute noch finden sich online diverse Videos und Artikel, die erklären Kincaid selbst hätte für das Smithsonian gearbeitet und es würde sich um eine große Vertuschung handeln.

Quellen: IFLScience

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