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Erde: Experten warnen vor Ereignissen, „die jeden Winkel des Planeten treffen“

Der August war der dritte Monat in Folge, der einen Hitzerekord verzeichnet hatte. Laut Experten ein unverkennbares Zeichen des Klimawandels.

Grafische Darstellung der Erde im Klimawandel.
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Die nördlichen Hemisphäre verzeichnete den heißesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen. Dabei wurden mehrfach und weltweit Hitzerekorde aufgestellt. Der globale Temperaturanstieg aufgrund des Klimawandels hat allein in den letzten drei Monaten zu Hitzewellen, Trockenperioden, Waldbränden und Überschwemmungen geführt.

Klimawandel: „Schneller als wir es bewältigen können“

UN-Chef Antonio Guterres zeigt sich alarmiert, was die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel angeht. Er warnte am Mittwoch: „Unser Planet hat gerade eine Zeit des Köchelns hinter sich […]. Der Zusammenbruch des Klimas hat begonnen.“ Das berichtet unter anderem Deutsche Welle unter Berufung auf die Deutsche Presse-Agentur (dpa), Associated Press (AP) und Agence France-Presse (AFP).

Dabei machte er vor allem den Menschen für den Klimawandel verantwortlich: „Wissenschaftler haben schon lange davor gewarnt, was unsere Sucht nach fossilen Brennstoffen auslösen wird“, erklärte der UN-Chef. „Unser Klima implodiert schneller als wir es bewältigen können, mit extremen Wetterereignissen, die jeden Winkel des Planeten treffen.“

Er forderte deshalb Staats- und Regierungschefs dazu auf, den Drucks zu erhöhen, um schnellstmöglich Lösungen für die Klimaproblematik zu finden. Die steigenden Temperaturen würden ein rasches Handeln erforderlich machen. Noch in dieser Woche soll außerdem ein Bericht von UN-Expert*innen vorgelegt werden, in dem die Fortschritte der Welt bei der Erreichung des 1,5-C-Ziels bewertet werden.

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Das sagt die Meteorologie

Wie Meteorologinnen und Meteorologen erklären, hat die Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas für menschliche Aktivitäten zu immer höheren Temperaturen rund um den Globus geführt. Der Grund sind Treibhausgase, die sich in der Atmosphäre ansammeln und die Wärme speichern. In diesem Jahr hat zudem El Nino eine Rolle beim Anstieg der globalen Temperatur gespielt.

Im August war es etwa 1,5 Grad Celsius (°C) wärmer als im vorindustriellen Durchschnitt. Auch die durchschnittliche Meeresoberflächentemperatur erreichte im August mit 20,9 °C einen Rekordwert. Bislang ist 2023 laut Forschenden das zweitwärmste Jahr nach 2016. Es könnte aber durchaus auch das wärmste werden, da der September bereits jetzt in vielen Regionen überdurchschnittliche Temperaturen aufweist.

Quellen: Deutsche Welle

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