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Archäologischer Fund: „Volltreffer“ für die Wissenschaft entdeckt

Ein neuer archäologischer Fund hat direkt ins Schwarze getroffen. Für den Entdeckungsort ergeben sich daraus ganz neue Erkenntnisse.

Foto von einer archäologischen Ausgrabung.
u00a9 Ruben - stock.adobe.com

Die 5 wichtigsten archäologischen Funde aller Zeiten

Jahrtausende menschlicher Kultur bringen auch nach langer Zeit immer wieder erstaunliche Erkenntnisse hervor.Wir zeigen dir die fünf wichtigsten archäologischen Funde aller Zeiten.

Nicht selten kann nur ein einzelner archäologischer Fund das gesamte Wissen über einen Teil der Erde und seine Geschichte auf den Kopf stellen. Zeiträume und Daten, die man bislang für korrekt hielt, sind dann schnell wieder veraltet. Eine neue Entdeckung in Norwegen sorgt ebenfalls für ein Neudenken zur Historie der betreffenden Region.

Archäologischer Fund: Seltener Pfeil entdeckt

Der Forschungsgruppe Secrets of Ice, die Teil der norwegischen Abteilung für das kulturelle Erbe ist, gelang nun ein rarer archäologischer Fund an der Seite des Berges Lauvhøi. Dort hielt sich Tausende von Jahren ein Pfeil versteckt, den man wegen vorheriger Eisschichten übersah.

In den vergangenen Jahren ist aber mehr Material weggeschmolzen und hat so mehr von den Böden vor Ort freigemacht. So konnte man den Pfeil entdecken, der circa 4.000 Jahre alt sein soll. Das ist sehr viel älter als bisherige in der Gegend gefundene Pfeile, die „nur“ etwa 500 bis 1.700 Jahre alt sind und damit aus der Eisenzeit und dem Mittelalter stammen.

Das Jagdwerkzeug würde der Gegend rund um den Fundort „mehr zeitliche Tiefe verleihen“, wie der Forscher Dr. Lars Holger Pilø gegen Insider verrät. Wie die Forschungsgruppe bei X (ehemals Twitter) mitteilte, habe man außerdem zunächst vermutet, dass der Pfeil aus der Eisenzeit kommt. Weil er an beiden Enden abgebrochen war, fiel die Datierung besonders schwer. Nachdem man aber den eisigen Schlamm entfernte, entpuppte er sich als deutlich älter.

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Neues Wissen zu frühen Jägern

Pilø glaubt, dass der Pfeil einst bei einer frühen Jagd auf Rentiere abgeschossen wurde, die sich an heißen Tagen in der Nähe des Eises und Schnees versammelten, um Dasselfliegen zu vermeiden. „Die frühen Jäger wussten das und haben vermutlich die Rentiere auf dem Weg zum und auf dem Eis gejagt“, so der Forscher.

Manchmal, wenn man das Ziel verfehlte, hatte sich der Pfeil dann tief in den Schnee gebuddelt und war verloren. „Traurig für den Jäger, aber ein Volltreffer für die Archäologie!“ Für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gilt es nun, die Gegend um den Lauvhøi weiter nach neuen archäologischen Funden abzusuchen.

Auch spannend: Nicht immer ist die Sachlage so eindeutig wie hier. Wir nennen dir sieben rätselhafte archäologische Funde, die Forschende verdutzen.

Quellen: Insider, X/@brearkeologi

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