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Endlich bestätigt: Das verbirgt sich wirklich im Inneren des Mondes

Wenngleich die Oberfläche des Mondes bereits weitestgehend erforscht ist, birgt sein Inneres noch zahlreiche Rätsel. Eines von ihnen will man nun gelöst haben.

Nahaufnahme der Oberfläche des Mondes
u00a9 Jing - stock.adobe.com

Entstehung des Mondes - Kosmischer Crash erschuf den Erdtrabanten

Vorstellung der Theorie der Entstehung des Mondes.

Eine kürzlich veröffentlichte Untersuchung hat wichtige Erkenntnisse über die Beschaffenheit des inneren Kerns des Mondes gebracht. Laut dem Astronomen Arthur Briaud vom französischen Nationalen Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNRS) ist dieser dicht und fest, ähnlich wie Eisen. Die Ergebnisse seiner Forschung könnten helfen, wichtige Fragen über die Beschaffenheit des Mond-Kerns zu klären, und geben Aufschluss über die Geschichte des gesamten Sonnensystems.

Der Mond hat offiziell einen Kern

Um die innere Zusammensetzung von Himmelskörpern zu erforschen, werden hauptsächlich seismische Daten verwendet. Seismische Wellen, erzeugt durch Mondbeben, helfen, eine detaillierte Karte der inneren Zusammensetzung zu erstellen. Die Daten der Apollo-Missionen reichten jedoch nicht aus, um den genauen Zustand des inneren Kerns zu bestimmen.

Briaud und sein Team kombinierten Daten aus Raumfahrtmissionen und Mondlaser-Messungen, um ein genaues Modell des Inneren des Mondes zu erstellen. Wichtige Erkenntnisse betreffen die Dynamik im Inneren des Mondes und dessen Zusammensetzung.

„Unsere Ergebnisse stellen die Entwicklung des Magnetfeldes des Mondes in Frage“, schreiben die Forschenden, „da sie die Existenz eines inneren Kerns belegen und ein Szenario für eine globale Umwälzung des Mondmantels unterstützen, das wesentliche Erkenntnisse über den zeitlichen Ablauf der Bombardierung des Mondes in den ersten Milliarden Jahren des Sonnensystems liefert.“

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Frühere Forschung bestätigt

Interessanterweise bestätigen diese Erkenntnisse eine Studie von 2011, die ebenfalls auf einen festen inneren Kern hinwies. Die neuen Modelle zeigten, dass der äußere Kern des Mondes einen Radius von etwa 362 Kilometern hat und der innere Kern einen Radius von etwa 258 Kilometern.

Diese Ergebnisse sind wichtig für unser Verständnis der Entwicklung des Mondes und seines magnetischen Feldes. Die Zusammensetzung des Kerns ist entscheidend, um zu verstehen, warum das magnetische Feld des Mondes vor 3,2 Milliarden Jahren schwächer wurde.

Quelle: „The lunar solid inner core and the mantle overturn“ (Nature, 2023); „Seismic Detection of the Lunar Core“ (Science, 2023)

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