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Archäologischer Fund in Deutschland: Mögliche Götterfigur ist ungewöhnlich

Ein über Tausend Jahre alter archäologischer Fund zeigt eine beeindruckende Gestalt. Doch um wen genau handelt es sich dabei eigentlich?

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5 ärchäologische Funde, die noch heute Rätsel aufgeben

Einige Überbleibsel der Vergangenheit lassen auch nach tausenden von Jahren noch viele Fragen unbeantwortet.Wir zeigen dir 5 archäologische Funde, die auch heute noch eine Menge Rätsel aufgeben.

Als Göttervater der nordischen Mythologie steht Odin symbolisch für Macht und Stärke. Ein archäologischer Fund in Norddeutschland scheint diesen auf besonders kunstvolle Art darzustellen. Doch bestätigt das Artefakt wirklich, um wen es sich bei dem Dargestellten handelt?

Archäologischer Fund besticht mit Details

Menschliche Darstellungen aus dem Frühmittelalter (Mitte 6. Jh. bis ca. 1.050 n. Chr.) sind höchst selten. Gleiches gilt auch für Götterbildnisse, schreibt das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern Landesarchäologie. Umso erstaunter sind die Forschenden also über einen archäologischen Fund, den man im Ort Menzlin machte.

Dabei handelt es sich um eine über sieben Zentimeter lange, gegossene Nadel. Bis auf einzelne Bruchstellen befindet sich der archäologische Fund in einem exzellenten Zustand und gibt seine kunstvolle Verzierung zum Besten. Dargestellt ist ein männlicher Januskopf (Kopf mit zwei Gesichtern) mit großen Augen und mächtigem Vollbart.

Auf dem Haupt des Mannes thront ein leicht rundlicher Vogel mit spitzen Schwanzfedern. Die Positionierung des Vogels und der Verlauf der Bruchstelle legen nahe, dass sich auf der gegenüberliegenden Seite eine spiegelsymmetrische Darstellung eines anderen Vogels befunden haben dürfte.

Erstaunliche Schätze aus Deutschland: Diese archäologischen Funde verblüffen. Artefakte dieser Art hat man noch nie in solcher Größe vorgefunden.

Stellt das Artefakt Odin dar?

Bei dieser Symbolik denken Kundige der nordischen Sagenwelt natürlich sofort an Odin. Denn immerhin wird der Göttervater der Wikinger oft in Begleitung zweier Raben dargestellt. Diese hören dem Mythos zufolge auf die Namen Hugin und Munin und sollen für ihren Herren vom Himmel aus die Ereignisse in der Welt der Sterblichen ausspionieren.

Die Bildsprache würde demnach nahelegen, dass es sich bei dem archäologischen Fund um eine Darstellung Odins handelt. Gänzlich beweisen lässt sich das jedoch nicht, sagen Expertinnen und Experten. Tatsächlich wimmelt es in der frühen europäischen Mythologie nur so von menschlichen wie göttlichen Gestalten, die auf Vögel als treue Gefährten zählen.

Mythos oder Wirklichkeit?: Dieser archäologische Fund in Brandenburg könnte das jahrhundertealte Geheimnis um einen Sagenkönig lösen.

Quelle: Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern
Landesarchäologie

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