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Riesiger Schatz: Was Forscher in antiken Ruinen fanden, ist erstaunlich

In Pakistan konnten Forschende einen gewaltigen antiken Münzschatz heben. Der archäologische Fund bietet Einblicke in die aufregende Geschichte der Region.

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Die 5 wichtigsten archäologischen Funde aller Zeiten

Jahrtausende menschlicher Kultur bringen auch nach langer Zeit immer wieder erstaunliche Erkenntnisse hervor.Wir zeigen dir die fünf wichtigsten archäologischen Funde aller Zeiten.

Bei Grabungen in Pakistan stieß man auf über 1.000 Kupfermünzen aus der Antike. Sie gehörten einer hochentwickelten frühen buddhistischen Kultur. Dabei brachte man mit dem archäologischen Fund auch Spuren einer noch älteren Kultur zutage.

Archäologischer Fund: Wertvoller Kupfer-Klumpen

Die Grabungsstätte Mohenjo-Daro ist Zeuge der aufregenden Geschichte Pakistans. Das Land wurde dabei im Laufe der Jahrtausende von vielen verschiedenen Kulturen und Religionen geprägt. Ein neuer archäologischer Fund, über den der pakistanische Forscher Sheikh Javed Ali Sindhi bereits Mitte November auf Facebook berichtete, zeigt das nochmal auf besonders eindrucksvolle Weise.

Ehe zufällig entdeckten Sindhi und sein Team mehrere jahrtausendealte Kupfermünzen und ein dazugehöriger buddhistischer Schrein, eine sogenannte Stupa, beim Einsturz einer Wand an der UNESCO-Weltkulturerbestätte. Der archäologische Fund entstammt dem Reich der Kuschana. Sein Alter beträgt wohl rund 2.000 Jahre.

Wie auf Sindhis Facebook-Fotos ersichtlich, sind einige der Münzen über die Jahrtausende zu einer gewaltigen Kugel zusammengewachsen. Diese wiegt laut Live Science über fünf Kilo und dürfte aus bis zu 1.500 einzelnen Talern bestehen. Weitere einzelne Kupferstücke fand man in direkter Umgebung.

Besonders interessant ist, dass sich viele Münzen grün verfärbt haben. Das rührt daher, dass Kupfer an der Luft korrodiert. Einige der Kupferstücke stellen einen stehenden Mann dar. Es sei gut möglich, dass es sich bei ihn um einen Kuschana-König gehandelt haben dürfte.

Faszinierende Artefakte aus grauer Vorzeit: Auch dieser archäologische Fund lässt staunen. Es handelt sich um die womöglich gewaltigste Axt ihrer Art.

Ort mit bewegter Geschichte

Anhand des archäologischen Fundes lässt sich auch die vielseitige Geschichte von Mohenjo-Daro, was in der Landessprache „Totenhügel“ bedeutet, nachverfolgen. So stieß man unter der Stupa auf Ruinen, die nochmal gut 2.000 Jahre älter sind. Diese gehörten der bronzezeitlichen Harrapa- oder Indus-Kultur, einer der frühesten urban lebenden Zivilisationen der Menschheitsgeschichte.

Von rund 2.800 bis 1.800 v. Chr. herrschten die Harrapa über ein gewaltiges Gebiet entlang des Flusses Indus. Mohenjo-Daro könnte ein bedeutendes Zentrum dieser für ihre Zeit hochentwickelten Kultur gewesen sein. Doch die Wissenschaft geht mittlerweile davon aus, dass sie diesen und weitere Orte zum Ende ihres Reiches hin aufgeben mussten, da sie bei immer trockener werdenden Klima zu weit vom fruchtbaren Flussbett entfernt lagen.

Anstelle der Harrapa beherrschten dann ungefähr vom zweiten Jahrhundert vor bis zum dritten Jahrhundert nach Christus die Kuschana das Gebiet. Die buddhistische Kultur stand ihren Vorgängern in nichts nach und schaffte es sogar das Griechisch-Baktrische-Königreich, welches Alexander der Große gründete, zu erobern.

Die Stupa aus dem aktuellen archäologischen Fund dürfte etwa im Jahr 150 errichtet worden sein. In wie fern die Überreste der vorherigen Kultur damals noch sichtbar waren, lässt sich nicht klären. Jedoch gehen Forschende davon aus, dass sich die Kuschana nicht allzu lange in Mohenjo-Daro gehalten haben dürften. Bereits ums Jahr 500 herum verließen sie die Ortschaft wieder. Gründe dafür sind womöglich ein starkes Erdbeben oder der schwindende Einfluss des Buddhismus.

Quellen: Facebook/Sheikh Javed Ali Sindhi, Live Science

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