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Kaffee: Laut Studie – diese geheime Zutat macht deinen Espresso perfekt

Es gibt verschiedene Sorten von Kaffee-Getränken, darunter auch Espresso. Nun hat ein Forschungsteam herausgefunden, wie man ihn noch besser machen kann.

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Der Koffeingehalt in Eiskaffee und Kaffee

Was hat mehr Koffein: Eiskaffee oder normaler Kaffee?Dieses Video wurde mit der Hilfe von KI erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.

Viele Menschen schwören besonders am frühen Morgen auf eine heiße Tasse Kaffee, um richtig in den Tag zu starten. Das koffeinhaltige Getränk gibt es in verschiedenen Varianten, zu denen auch der besonders starke Espresso gehört. Eine Forschungsgruppe ist jetzt dem Geheimnis auf die Spur gekommen, wie er perfekt gelingt.

Kaffee: Die richtige Zutat zum richtigen Zeitpunkt für Espresso

Vielen Menschen geht es zwar in erster Linie um den Koffein-Kick, wenn sie zur ersten Tasse Kaffee des Tages greifen. Doch auch Geschmack und Aroma sind wichtig. Und damit der Espresso wirklich perfekt wird, verweisen Forscherinnen und Forscher der Universität Oregon in ihrer neuen Studie auf die Geheimzutat – Wasser.

Das mag jetzt höchst überraschend und wie ein schlechter Scherz klingen. Schließlich kocht man Kaffee generell nicht ohne die Zugabe von Wasser. Doch wie das Team erklärt, geht es nicht nur um das „Was“, sondern vor allem um das „Wann“. Den großen Unterschied macht es nämlich, etwas Wasser zu den Kaffeebohnen hinzuzugeben, bevor diese gemahlen werden. Dies sorge für einen konsistenteren und geschmackvolleren Espresso. Das soll außerdem Gastronomie und Industrie bei Problemen helfen.

Auch gut zu wissen: Es gibt viele Wege ihn zu trinken. Aber soll man Kaffee besser mit oder ohne Milch genießen? Darauf gibt eine Studie eine Antwort.

Wasser auf Kaffeebohnen – diesen Effekt hat es

Und das steckt dahinter: Beim Mahlen der Bohnen entsteht durch die Reibung zwischen ihnen Elektrizität. Diese sorgt dafür, dass Partikel zusammenklumpen. Gibt man aber nur ein bisschen Wasser vorher dazu, reduziert dies die Menge an Elektrizität, was wiederum zu weniger Abfallprodukten und stärkeren Aromen führt. Zugleich bringt der so gemahlene Kaffee beim Brühen veränderte Eigenschaften mit, was seine Intensität zusätzlich beeinflusst. Damit sollen höhere Konzentrationen besserer Geschmäcker erzielt werden können.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchten verschiedene Bohnentypen unterschiedlicher Herkunft und Röstung, Bearbeitungsweisen und berücksichtigten auch, ob sie gewaschen, natürlich oder entkoffeiniert waren. Dies soll aber keinen Einfluss auf die Menge der produzierten Elektrizität gehabt haben.

Da man jetzt den Schlüssel für den perfekten Espresso gefunden hat, will man als Nächstes herausfinden, wie der perfekte reguläre Kaffee gelingen kann. Dabei möchte man auch herausfinden, welche Faktoren für sensorische Unterschiede im Geschmack sorgen.

Quelle: „Moisture-controlled triboelectrification during coffee grinding“ (Matter 2023)

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