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Archäologen heben antike Gräber aus und stoßen auf ein faszinierendes Objekt

In Ägypten stießen Forschende auf jahrtausendealte Gräber. In ihnen fanden sie einige bemerkenswerte Objekte.

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Bei Grabungen in Ägypten machten Forschende einen beeindruckenden archäologischen Fund. Sie stießen auf mehrere antike Gräber, in denen sie verschiedenste Artefakte vorfanden. Dazu zählt auch die Statue eines Gottes, der zwar wie ein Kind aussieht, aber offenbar sehr mächtig war.

Archäologischer Fund: Gräber aus dem alten Ägypten entdeckt

Wie das Ägyptische Ministerium für Tourismus und Altertümer auf Facebook mitteilt, entdeckte man unlängst eine Reihe bislang unbekannter altertümlicher Gräber an einer Grabungsstätte in der Region Saqqara. An den Untersuchungen waren neben landeseigenen auch japanische Archäologinnen und Archäologen beteiligt.

Das Besondere an Saqqara ist, dass man hier eine Vielzahl von Grabstätten aus verschiedensten Epochen der ägyptischen Geschichte vorfindet. Die jüngsten archäologischen Funde sind zwischen 1.800 und 4.800 Jahre alt.

Auch wenn die Entdeckung solch alter Gräber allein schon beeindruckend genug wäre, zeigen sich die Forschenden besonders fasziniert von den Objekten, die sie im Inneren vorfanden. Obwohl der Zustand der Artefakte stark variiert, lässt sich an ihnen viel über die vergangenen Kulturen erfahren. Zu den archäologischen Funden gehört unter anderem ein mumifizierter Körper, den man in einem Grab aus der 18. Dynastie (1.550 bis 1.295 vor Christus) fand.

„Einzigartige“ Mumie entdeckt: Auch dieser archäologische Fund in Ägypten ist erstaunlich.

Triumph der kindlichen Gottheit

Zu den weiteren archäologischen Funden vor Ort zählen sogenannte Mumienmasken. Das sind oftmals kunstvoll verzierte, aus edlen Materialien hergestellte Masken, die man im alten Ägypten den Verstorbenen zur Ehrerbietung aufsetzte. Wie Grabungsleiter Nozomu Kawai gegenüber dem Portal Live Science berichtet, stammen diese wahrscheinlich aus der Zeit der römischen Besatzung Ägyptens. Zwischen 29 vor Christus und 641 nach Christus war das Land der Pharaonen eine Provinz des römischen Reiches. Als Kornkammer des Imperiums hielt es dabei eine besondere Stellung inne.

Nicht minder faszinierend dürfte auch der Fund einer kleinen Statue gewesen sein, die laut Grabinschrift einem Mann namens Heroides gehört haben dürfte. Sie stellt den Gott Harpokrates dar. Er erscheint zumeist in Gestalt eines nackten Jungen, der sich einen Finger vor die Lippen hält. Dabei handelt es sich um eine Abwandlung der ägyptischen Hieroglyphe für das Wort „Kind“. Dennoch interpretierten griechische und römische Gelehrte dies einst als Geste des Schweigens fehl und machten Harpokrates so zum Gott der Verschwiegenheit und der Geheimnisse.

Interessant an dem archäologischen in der ägyptischen Grabkammer ist jedoch primär die ungewöhnliche Darstellung von Harpokrates. Man sieht wie der junge Gott auf einer riesigen Gans reitet. Kawai deutet dies als Triumph der Gottheit über einen bösen Geist.

Weitere Ausgrabungen vor Ort sollen in den kommenden Wochen und Monaten weitere Spuren aus der Vergangenheit zurück ans Tageslicht bringen.

Quellen: Ministry of Tourism and Antiquities/Facebook, Live Science

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