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Archäologischer Fund: Diese Skelette weisen eine mysteriöse Besonderheit auf

Bei einem neuen archäologischen Fund staunten die Forscherinnen und Forscher nicht schlecht. Sie entdeckten seltsam präparierte Skelette.

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Die 5 wichtigsten archäologischen Funde aller Zeiten

Jahrtausende menschlicher Kultur bringen auch nach langer Zeit immer wieder erstaunliche Erkenntnisse hervor.Wir zeigen dir die fünf wichtigsten archäologischen Funde aller Zeiten.

Wiederholt stoßen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen bei Ausgrabungen auf höchst ungewöhnliche Entdeckungen. Mit etwas Glück entdeckt man dann etwas Unbekanntes oder Seltenes, das neue Einblicke in die menschliche Vergangenheit gewährt. Bei einem neuen archäologischen Fund liegt genau so etwas jetzt vor.

Rätselhafter archäologischer Fund in der Ukraine

Eine Forschungsgruppe in der Ukraine machte vor Kurzem eine entsprechend spannende Entdeckung. Bei dem archäologischen Fund handelt es sich um einen etwa 1.000 Jahre alten Friedhof, der sich rund 80 Kilometer südlich der Hauptstadt Kiew befindet, wie Live Science berichtet. Dort befanden sich 107 Gräber, in denen überwiegend hölzerne Särge gelagert waren.

Noch interessanter sind aber deren Inhalte. Denn die damaligen Menschen begrub man mit allerlei Gegenständen wie Waffen (Äxte oder Speerspitzen), Schmuck und Eimern, die um deren Füße befestigt waren. Skelette von Männern wie Frauen fand man vor, doch nur einige der Frauen wiesen zusätzlich aufwendige Hals- und Nackenringe auf.

Auch spannend: Rätselhafte Objekte halten sich überall versteckt. Einen archäologischen Fund entdeckte man aber schon mehrfach – viel schlauer ist man aber deswegen noch lange nicht.

Religiöse Grabrituale vermutet

Was es mit den Ringen um den Hals auf sich hat, ist noch nicht ganz klar. Da man diese auch nur bei einigen Frauen fand, geht das Team von sozialen Markern aus, wie Vyacheslav Baranov, einer der Forscher, gegenüber Live Science verriet. Die Eimer an den Füßen wiederum könnten Teil eines besonderen Rituals gewesen sein.

Dazu passen auch die Entdeckung eines steinernen Altars, von Armreifen, Perlen und von Essensresten wie Hühnerknochen und Eierschalen – diese könnten Opfergaben gewesen sein. Der Altar könnte demnach für christliche oder heidnische Rituale genutzt worden sein. Aber auch die Verwendung von beiden Lagern schließen die Experten und Expertinnen nicht aus.

Herkunft womöglich nicht in der Ukraine

Da einige der archäologischen Funde Ähnlichkeiten mit Entdeckungen aus dem Baltikum aufweisen, könnten die begrabenen Menschen aus der Region in die Ukraine ausgewandert sein, um dem Militär der damaligen Herrscher zu dienen. Dazu könnten Wladimir der Große (herrschte von 980 bis 1015) oder Jaroslaw der Weise (1019 bis 1054 an der Macht) gezählt haben. Das Reich von Ersterem reichte tatsächlich bis ins Baltikum.

Zu der Zeit, als der Friedhof in Betrieb war, konvertierten die Menschen in der Ukraine zum Christentum. Das schloss Wladimir den Großen ein, der kurz vor seiner Hochzeit mit Anna, der Schwester des byzantinischen Herrschers Basil II, getauft wurde.

Das archäologische Projekt begann bereits 2017 und dem Bericht nach stellte das Team seine Ergebnisse erst Anfang dieses Jahres beim jährlichen Treffen des Archaeological Institute of America in Chicago vor. Wegen des anhaltenden Ukraine-Krieges musste man die Arbeiten vorübergehend einstellen. Und wie Business Insider erfahren hat, sind mehrere der beteiligten Forscher entweder an die Front berufen worden oder sind bei Kämpfen ums Leben gekommen.

Quellen: Live Science, Business Insider

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Hier kannst du den Betroffenen helfen.

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