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Archäologischer Fund: Das galt lange als zerstört

Ein archäologischer Fund löst endlich ein altes Rätsel. Denn er galt als zerstört und verschollen.

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Immer wieder kommt es vor, dass ein neuer archäologischer Fund für Überraschung sorgt. Manchmal, weil er etwas zuvor völlig Unbekanntes darstellt. Aber manchmal geht es auch schlicht und ergreifend ums Wiederfinden von Dingen, die als verschollen oder zerstört galten. Genau solch eine Entdeckung machte man jetzt in Irland.

Archäologischer Fund: Dieses Grab galt vor 170 Jahren als zerstört

Wie RTÉ News berichtet, gelang dem irischen Archäologen Billy Mag Fhloinn der archäologische Fund vor einigen Monaten. Dabei handelt es sich um Altóir na Gréine, was so viel heißt wie „Altar der Sonne“. Die englische Aristokratin Georgiana Chatterton hat 1838 die Stelle besucht und aufgezeichnet und beschrieb die Entdeckung einst als etwas, das vermutlich für Opfergaben an die Sonne genutzt wurde.

1852 hielt der Antiquariat Richard Hitchcock bei einem Besuch jedoch fest, dass das Grab offenbar abgebaut wurde, vermutlich um die Steine woanders zu nutzen. Seitdem dachte man, dass Altóir na Gréine nicht mehr existieren würde.

Auch spannend: Wiederholt sorgen neue Entdeckungen für Verblüffung. Ein archäologischer Fund ist zum Beispiel ein „geometrisches Wunder„.

So fand man Altóir na Gréine wieder

Fhloinn jedoch fand das Mysterium zu spannend, um ihm nicht nachzugehen. Mittels Fotos und einem photogrammetischen Modell fand er eines Tages einen Stein, der einem in Chattertons Aufzeichnungen sehr ähnelte. Zusammen mit dem Archäologen Caimin O’Brien konnte man dann schlussendlich bestätigen, dass es sich tatsächlich um das Grab handelt.

Von dem Grab soll nur noch einer der altertümlichen Steine stehen, während andere scheinbar unter der Erde begraben liegen sollen. Menschliche Überreste erwarten die Forscher nicht, da der Boden recht feucht ist und die Erosion von Knochen vermutlich beschleunigt hat.

Viele Fragen bleiben noch offen

Der archäologische Fund befindet sich in der Nähe des Dorfes Ballyferriter auf der Dingle Halbinsel. Den Forschern zufolge soll es früher die Form eines sogenannten Keilgrabes gehabt haben, was für die damalige Zeit und Region üblich war. Altóir na Gréine soll ungefähr zwischen  2.500 und 2.000 vor Christus entstanden sein.

Was aber genau im 19. Jahrhundert passiert ist, bleibt unklar. Gegenüber dem Guardian erklärte Fhloinn, dass es zu der Zeit eigentlich ein Tabu war, solche Stätten zu zerstören, da man glaubte, dies würde Unglück oder Katastrophen bringen. Der Name deutet zudem an, dass das Grab früher mit Ausrichtung auf die aufgehende Sonne gebaut worden sein könnte.

Quellen: RTÉ News, The Guardian

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