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Unter dem Eis der Antarktis: Entdeckung „stellt herkömmliche Ansichten in Frage“

Zwei der größten Gletscher der Welt schmelzen immer schneller. Nun sind Fachleute zu neuen Erkenntnissen über die steigenden Temperaturen in der Antarktis gelangt.

Gletscher treibt im Wasser vor blauem Himmel.
u00a9 Michal - stock.adobe.com

Die Antarktis – wer hat sie eigentlich entdeckt?

Im Jahr 1820 stieß eine russische Expedition erstmals auf Ausläufer der Antarktis. Gerade mal ein Jahr später entdeckten amerikanische Forscher ihr Festland.Doch waren sie tatsächlich die ersten Menschen, die den Kontinent erforschten? Tatsächlich scheint es, als sei sie schon lange vorher besucht worden.

Die Eisschmelze in der Antarktis nimmt immer weiter an Geschwindigkeit zu. Das lässt auch den globalen Meeresspiegel ansteigen. Nun haben Forschende der Universität Hokkaido mittels neuer Technologien die Ursachen für das rasante Tauen untersucht. Dabei sind sie zu Ergebnissen gelangt, die bisherige Theorien in Frage stellen.

Wasser in Antarktis wird immer wärmer

Bisher sind Wissenschaftler*innen davon ausgegangen, dass das Abschmelzen das Eises vor allem durch die warmen Winde über dem Antarktischen Ozean bedingt wird. Eine neue Studie, die in Nature Communications veröffentlicht wurde, hat nun aber gezeigt, dass nicht nur Wind- sondern auch Wasserströmungen für das Tauwetter in der Antarktis verantwortlich sind.

Denn das Zusammenspiel zwischen mäandernden Meeresströmungen und dem Meeresboden hat sich rasant beschleunigt. So wird immer mehr wärmeres Wasser in flachere Tiefen transportiert. Dabei entsteht eine Schicht warmes Wasser, nicht weit entfernt von der Eisschicht an der Oberfläche. Dieser neu entdeckte Mechanismus trägt zum rapiden Abschmelzen des Schelfeises bei, insbesondere in der Amundsensee am Südpolarmeer.

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Barriere für Eisberge verschwindet

Doch je mehr sich die Eisschichten destabilisieren, desto höher steigt auch der Meeresspiegels. Dadurch nimmt auch die Gefahr für Küstenbewohner*innen weltweit zu. Der Pine-Island-Gletscher und der Thwaites-Gletscher sind zwei der am stärksten betroffenen Regionen. Vor allem das warme Wasser von unten nagt an den eisigen Kolossen am Südpol.

Die Gletscher fungieren als riesige Barrieren in der Amundsensee. Sie hindern die gewaltigen Eisberge des Festlandes daran, in die Ozeane zu fließen und das Meeresniveau weiter zu erhöhen. Küstenorte weltweit könnten so unter Wasser gesetzt werden. Das Schmelzen der Eisplatten in der Antarktis gilt damit als entscheidender Kipp-Punkt für den Klimawandel. Denn Wissenschaftler*innen berichten, dass allein der Zusammenbruch des Thwaites-Gletschers den Meeresspiegel um 65 Zentimeter steigen lassen würde.

Quellen:  “Amundsen Sea circulation controls bottom upwelling and Antarctic Pine Island and Thwaites ice shelf melting” (Nature Communications, 2024), „Suppressed basal melting in the eastern Thwaites Glacier grounding zone“ (Nature, 2023)

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