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Mysteriöser archäologischer Fund: Hier wurden hunderte Kinder begraben

Dass die Lebensumstände in der Antike weniger zivilisiert waren als heutzutage, ist bekannt. Doch ein Massengrab in Frankreich gibt Aufschluss, wie vieles doch anders war.

Person arbeitet mit Werkzeug an einem archäologischen Fund.
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5 ärchäologische Funde, die noch heute Rätsel aufgeben

Einige Überbleibsel der Vergangenheit lassen auch nach tausenden von Jahren noch viele Fragen unbeantwortet.Wir zeigen dir 5 archäologische Funde, die auch heute noch eine Menge Rätsel aufgeben.

Mithilfe von Ausgrabungen können Wissenschaftler*innen ermessen, wie unsere Vorfahren vor tausenden Jahren lebten. Manchmal holt man jedoch nicht nur Mauerreste aus dem Boden, sondern Überreste von Menschen. Bei einem archäologischen Fund südlich von Paris entdeckten die Forschenden sogar Skelette von Kindern.

Archäologischer Fund: Schreckliche Entdeckung in Frankreich

Obwohl vor allem Italien oder Griechenland dafür berühmt sind, dass Wissenschaftler*innen dort archäologische Funde machen, kann dies auch häufig in anderen Teilen Europas vorkommen. So wird auch in Frankreich ständig daran gearbeitet, die Vergangenheit des Landes zu erforschen. Ausgrabungen dienen dabei dazu, Relikte der Antike zu erschließen, um so mehr darüber zu lernen, wie die Menschen in dem Gebiet vor tausenden Jahren lebten.

Ein Grund, aus dem sich solche Relikte im Boden finden lassen, ist, dass diese mit einem Begräbnis zu tun haben. Dabei muss es sich nicht immer um reich ausgestattete Gräber reicher Adliger handeln. So konnte bei einem archäologischen Fund in Zentralfrankreich ein Massengrab entdeckt werden, das es in sich hat. Denn dort wurden keine Erwachsenen bestattet, sondern ausschließlich Kinder und Babys, wie Arkeonews berichtet.

Lesetipp: Archäologischer Fund: Forschende entdecken riesige Struktur

Die Bestattung erfolgte in einer seltsamen Position

Die Ausgrabung begann bereits vor Monaten, schon seit Anfang 2024 wurden dort Arbeiten vorgenommen. Tatsächlich war hierzu lange Zeit ein zentraler Platz in Auxerre gesperrt, da der archäologische Fund sich direkt unter dem Marktplatz befindet. Die Wissenschaftler*innen vermuten, dass die Nekropole während der römischen Zeit des Ortes etabliert wurde, also um 30 nach Christus (n. Chr.). Gegenüber anderen bekannten Massengräbern hebt sich allerdings diese Entdeckung deutlich ab. Normalerweise waren die riesigen Nekropolen außerhalb von Siedlungen angelegt, und nicht allein für Kinder und Babys gedacht.

Hier jedoch wurden offenbar etwa 250 Kleinkinder bestattet, und zum Teil in bislang unbekannten Positionen. So finden sich häufig Säuglinge, deren Todesrate zu dieser Zeit sehr hoch war, in einer Fötus-Position, die in einer Art Amphore begraben wurden. Was dieses Ritual zu bedeuten hat, ist für die Forschung noch ein Rätsel. Durch die große Menge an Skeletten im archäologischen Fund ist allerdings genügend Material zur Klärung der wichtigen Fragen für die Forschenden gegeben.

Quelle: Arkeonews

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