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Im Spülwasser: Forscher warnen vor toxischer Substanz bei einigen Geschirrspülern

Durch Geschirrspüler soll sichergestellt werden, dass alle Keime und Bakterien von Besteck, Gläsern und Co. abgespült wird. Allerdings fanden Forschende nun heraus, dass bei gewerblichen Geräten schädliche Rückstände bestehen bleiben.

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Sind Chiasamen gesund?

Das “Superfood" Chiasamen erlebt seit vielen Jahren einen Hype. Besonders die reichhaltigen Nährstoffe werben die Chiasamen an. Aber wie gesund sind die Samen wirklich?

In Bars, Hotels und Restaurants kommen keinen handelsüblichen Geschirrspüler zum Einsatz, wie du sie eventuell von zu Hause kennst. Diese speziellen Spülmaschinen arbeiten um einiges effizienter, sodass ein Waschvorgang nur wenige Minuten andauert. Jedoch scheint diese Geschwindigkeit auch ihren Preis zu haben. Damit das gespülte Geschirr auch rein wird, kommen starke Chemikalien zum Einsatz.

Starke Chemikalien im Geschirrspüler

Diese wären unbedenklich, wenn sichergestellt würde, dass durch den letzten Spülvorgang mit klarem Wasser alle Rückstände entfernt würden. Allerdings setzt man vor der Trocknung bei gewerblichen Geschirrspülern auf Wasser und gesundheitlich bedenklichen Klarspüler, wie eine Studie der Universität Zürich nun aufdeckte.

„Dadurch bleiben potenziell giftige Substanzen auf dem Geschirr zurück und trocknen ein“, erklärt Studienleiter und Professor für giftige Substanzen Cezmi Akdis in einem Begleitartikel. Diese Stoffe „zerstören die Schutzschicht des Darms“, wie das Team um Akdis weiter herausarbeitet. Das ist gefährlich, denn diese Barriere schützt uns vor Erkrankungen wie:

  1. multipler Sklerose,
  2. Gastritis,
  3. chronischen Depressionen
  4. sowie Leberzirrhosen.

Schon geringe Konzentrationen ausreichend

Mithilfe von Darmzellen auf Mikrochips untersuchte man die Auswirkungen des Geschirrspülmittels auf das Gewebe. Bei dem häufig verwendeten Klarspüler in hoher Konzentration starben die Zellen ab. Für den menschlichen Körper heißt das, dass die Schutzschicht komplett beschädigt würde.

Doch auch bereits niedrige Konzentrationen können die Abwehrfunktionen der Darmwand beeinträchtigen. Akdis fordert daher „die Öffentlichkeit auf diese Gefahr hinzuweisen“. Als Hauptübeltäter ermittelten die Forschenden Alkoholethoxylate, die häufig in Klarspüler für gewerbliche Geschirrspüler vorkommen.

Schütze dich vor den Auswirkungen

Ob ein breites Umdenken stattfindet oder die Studie dazu führen kann, dass Alkoholethoxylate in Klarspüler verboten werden, bleibt abzuwarten. Da du weder wissen noch beeinflussen kannst, welche Mittel für die Geschirrspüler deiner Lieblingsrestaurants genutzt werden, wollen wir dir abschließend jedoch ein paar Tipps für die Darmgesundheit an Herz legen:

  1. Setze auf frische und unverarbeitete Lebensmittel. Egal ob auswärts oder daheim – deinem Darm tust du einen gefallen, wenn du Fertigprodukte mit unnötigen Zusatzstoffen von deinem Speiseplan streichst. Sie können ihn unnötig reizen.
  2. Präbiotische Ernährung unterstützt eine gesunde Darmflora. Präbiotische Lebensmittel sind etwa Bananen, Spargel, Knoblauch und Artischocken (via vitamaze)
  3. Ballaststoffreiche Nahrung wie Haferflocken und Leinsamen unterstützen bei der Ausscheidung von Schadstoffen.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw), vitamaze

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