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Mehr als nur Marvel: Streame jetzt die besten Superhelden-Filme auf Netflix

Auf Netflix finden sich zahlreiche Filme des Marvel Cinematic Universe. Diese und andere Superhelden-Filme kannst du jetzt streamen.
Auf Netflix finden sich zahlreiche Filme des Marvel Cinematic Universe. Diese und andere Superhelden-Filme kannst du jetzt streamen.
Foto: imago/Prod.DB
Der Kassenrekord von "Spider-Man: Far From Home" beweist einmal mehr: Der Superhelden-Film ist das dominierende Genre in Hollywood. Wir empfehlen dir die besten Superhelden-Filme, die du jetzt auf Netflix streamen kannst.

Der Superhelden-Film ist das kommerziell erfolgreichste Genre des Mainstream-Kinos. Der monumentale Kassenerfolg des Marvel-Films "Avengers 4: Endgame" hat es mit Nachdruck untermauert und “Spider-Man: Far From Home” schließt aktuell im Kino daran an. Diese Superhelden-Filme kannst du jetzt auf Netflix streamen.

Vorstöße in computergenerierten Spezialeffekten und die Klärung diffiziler Rechtefragen haben es seit der Jahrtausendwende ermöglicht, die spektakulären Abenteuer übernatürlich starker Comic-Helden auf die Leinwand zu bannen. Vor allem die bekannteren Superhelden aus den großen Comic-Verlagshäusern Marvel (z.B. Spider-Man) und DC Comics (z.B. Batman) haben das Superhelden-Genre zum Publikumsmagneten gemacht.

Die besten Superheldenfilme auf Netflix: reichlich Marvel und DC, wenige Klassiker

Die von Netflix aktuell angebotenen “Superhelden-Filme und Comic-Verfilmungen” (so die Genre-Kategorie, unter denen die Filme vom Streamer zusammengefasst werden) sind nicht sonderlich vielseitig. Abgesehen von ein paar Anime-Querschlägern im Genre-Programm (“Dragonball Z”-Filme, “Batman Ninja”) gibt es hier vor allem Marvel- und DC-Filme zu sehen.

Der älteste Superheldenfilm im Angebot ist Bryan Singers “X-Men” von 2000. Das Superhelden-Drama war eine Art Initialzündung in seinem Erscheinungsjahr für die aktuelle Renaissance des Genres. Allerdings ist es ernüchternd, dass ältere Genre-Highlights wie Tim Burtons “Batman”-Filme oder Richard Donners “Superman”-Filme hier komplett fehlen.

Hier in alphabetischer Reihenfolge die besten Superheldenfilme bei Netflix (Stand Juli 2019):

Chronicle (2012, Josh Trank)

Bevor Regisseur Josh Trank 2015 den jüngsten “Fantastic Four”-Reboot für 20th Century Fox spektakulär in den Sand setzte, gab er sein Kinodebüt mit dem Found-Footage-Drama “Chronicle”. Alex Russell, der spätere Eric Killmonger-Darsteller Michael B. Jordan (“Black Panther”) und Dane De Haan (später als Green Goblin in den “Amazing Spider-Man”-Filmen zu sehen) spielen drei Teenager, die nach dem Kontakt mit einer außerirdischen Substanz ungeahnte Kräfte entwickeln. Der Teen-Film greift das Szenario vieler Superhelden-Mythen auf und erdet es mit den Mitteln des Found-Footage-Films und sehr guter Jungdarsteller.

Chronicle Trailer

The Dark Knight Rises (2012, Christopher Nolan)

Christopher Nolans dritter Batman-Film gilt gemeinhin als der schwächste Teil der Trilogie. Nach dem ekstatisch gefeierten “The Dark Knight” (2008) wurde der Abschluss der Saga um Christian Bales Batman als zu melodramatisch, zu konfus und zu zerfahren kritisiert. Doch das hochklassig inszenierte, meisterlich choreografierte Finale punktet mit einem kraftvollen Figurenensemble, allen voran Catwoman (brilliant gespielt von Anne Hathaway), und einem bewegenden Fokus auf Batmans Beziehung zu seinem Butler Alfred (Michael Caine).

The Dark Knight Rises Trailer

Deadpool (2016, Tim Miller)

Als der schmerzhaft selbstironische Superheld Deadpool 2016 die Kinoleinwände eroberte, waren die Studios geschockt. Eigentlich hatte sich 20th Century lange gegen die Pläne von Star Ryan Reynolds gesträubt, dem etwas anderen Marvel-Helden einen eigenen Film zu geben. Aber Reynolds und Regisseur Tim Miller blieben am Ball und das Publikum war in dem Moment reif für einen brutalen, sarkastische Superhelden, der die erzählerischen und gestalterischen Konventionen des Superhelden-Films mit großem Spaß aufs Korn nahm. Der Film war ein kolossaler Hit an der Kinokasse und machte eine Fortsetzung unabdingbar.

Deadpool | Trailer

Hulk (2003, Ang Lee)

Der Regisseur von Jane-Austen-Adaptionen wie “Sinn & Sinnlichkeit” versucht sich an einer Adaption der modernen Dr. Jekyll und Mr. Hyde-Version Hulk. Das konnte nicht gut gehen. Und tatsächlich ist “Hulk” kein konventionell befriedigender Superhelden-Film. Stattdessen haben wir es hier mit einem sperrigen Psychodrama mit langen, melancholischen Szenen der Introspektion zu tun.

Hulk 2003 Trailer

Mit einem Generationendrama über die Sünden egoistischer Väter (Nick Nolte, Sam Elliott), die ihre traumatisierten Kinder (Eric Bana, Jennifer Connelly) austragen müssen. Für den Mainstream war das zu viel Anspruch, der Film bleibt aber ein faszinierender Unfall zwischen dem abstrakten Kunstfilm und dem klassischen Erzählfilm.

Iron Man 1-3 (2008-2013, Jon Favreau / Shane Black)

Vor mehr als 20 Jahren war Schauspieler Robert Downey Jr. nach langjährigen Problemen mit seiner Drogensucht auf dem langsamen Weg der Besserung. Als Regisseur Jon Favreau ihm die Rolle des Industrialisten und Erfinder-Genies Tony Stark alias Iron Man anbot, war das die Wiedergeburt des charismatischen Schauspielers als eine Schlüsselfigur des Marvel Cinematic Universe.

An den federleichten Charme des Originals von 2008 konnten die zwei Fortsetzungen zwar nicht anschließen (vor allem Teil 2 wusste gar nichts mit seinem Helden anzufangen). Downey Jr. war aber immer sehenswert in seiner großen Paraderolle.

Spider-Man 1-3 (2002-2007, Sam Raimi)

Der Konsens zu Sam Raimis Spider-Man-Trilogie muss in Frage gestellt werden. Kritiker und Fans sind sich einig, dass der erste “Spider-Man” von 2002 instrumental war für den Beweis, dass man einen gleichermaßen witzigen und dramatischen Superhelden-Film machen kann. Und dass “Spider-Man 2” (2004) die Figuren und Motive des Originals noch vertieft zu dem vielleicht dramaturgisch und schauspielerisch besten Superhelden-Film, der jemals gedreht wurde – mit einigen der aufregendsten Actionsequenzen des Genres.

Spider-Man 2 Action Sequenz

Für “Spider-Man 3” gibt es aufgrund zu vieler Figuren, zu vieler Handlungsstränge und zu vielen Bösewichtern aber nicht so viel Liebe. Dabei ist das Ende der Trilogie der mutigste, unkonventionellste FIlm der Reihe, der sich traut die Melodramatik des Materials auf eine absurde Spitze zu treiben.

Spider-Man: Homecoming (2017, Jon Watts)

Im Vergleich zu Sam Raimis “Spider-Man”-Filmen wirkt Jon Watts erstes Solo-Abenteuer für Tom Holland als Peter Parker eher wie die Pilotfolge zu einer Fernsehserie. Der Film vermag es nicht wirklich, der Figur etwas Neues abzugewinnen und versucht stattdessen Spider-Man im Schatten des Übervaters Iron Man alias Tony Stark zu dessen Ebenbild zu meißeln. Sogar das Kostüm von Spider-Man hier ist technologisch ähnlich ausgestattet wie das von Iron Man.

Während die anderen Spider-Men der Filmgeschichte, Tobey Maguire und Andrew Garfield, entscheidende Entwicklungen in ihrem Leben durchmachen, ist Tom Hollands Figur hier einfach nur der Prügelknabe. Das macht durchaus Spaß dank eines soliden Tempos und Michael Keaton als charismatischer Bösewicht. Aber in Erinnerung bleibt hier wenig.

X-Men 1-6 (2000-2016, Bryan Singer / Brett Ratner / Matthew Vaughn)

Vor einigen Wochen brachte “X-Men: Dark Phoenix” die von Bryan Singer 2000 gestartete Filmreihe zu einem kommerziell und kreativ enttäuschenden Ende. Die "X-Men"-Filme sind aber dafür bekannt, dass sie immer schon eher durchwachsene Ergebnisse geliefert haben. War der erste “X-Men” eine solide Überraschung und bereitete dem damaligen Musical-Star Hugh Jackman zum Durchbruch als Hollywood-Star, wurde “X2” im Jahre 2003 als eine noch gelungere Fortsetzung gefeiert. Keine Liebe gab es dann aber für Brett Ratners Gastpiel mit dem mechanischen “The Last Stand” 2006.

Ein softer Reboot der Kinoreihe mit jüngeren Darstellern durch Matthew Vaughns “X-Men: First Class” (2011) führte später zu Highlights wie “Days of Future Past” (2014) und Rohrkrepierern wie “Apocalypse” (2016). Dabei war das kreative Team hinter den Filmen immer dasselbe. Wer das Auf und Ab der Serie nochmal durchleben möchte, der wird jetzt auf Netflix fündig.

Diese Superhelden-Filme sind auch noch verfügbar auf Netflix:

  • Dredd (2012, Pete Travis)
  • Wonder Woman (2017, Patty Jenkins)
  • Green Lantern (2011, Martin Campbell)
  • The Incredible Hulk (2008, Louis Leterrier)
  • Kick-Ass 2 (2013, Jeff Wadlow)
  • Max Steel (2016, Stewart Hendler)
  • Watchmen (2009, Zack Snyder)
  • Wolverine: Weg des Kriegers (2013, James Mangold)
  • X-Men Origins: Wolverine (2009, Gavin Hood)

Darum wird Filme streamen bald richtig teuer für dich. Das soll nach "Avengers 4: Endgame" und "Spider-Man: Far From Home" an neuen Superhelden-Filmen von Marvel kommen. Nicht nur auf Netflix kannst Du diese Marvel-Filme streamen.

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