Die Frage „Wie sicher ist Whatsapp?“ gewinnt im Hinblick auf die umfangreiche alltägliche Nutzung der App immer mehr Bedeutung. Eine neue Studie zeigt, dass Smartphone-Besitzer ihr Telefon heute zu 70 Prozent für die Kommunikation über WhatsApp nutzen. Zwar nimmt die Zahl alternativer Messenger zu, doch muss man wirklich auf diese ausweichen? Oder ist Whatsapp doch nicht so unsicher wie angenommen wird?

Wie sicher ist Whatsapp wirklich?

Mit einem noch vergleichsweise jungen Update haben die Entwickler die sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Whatsapp konzipiert. Dahinter verbirgt sich der eigentliche Gedanke, dass nur die Teilnehmer eines Chats Zugriff auf die dazugehörigen Nachrichten haben sollen. Somit wird in der Theorie das Auslesen durch Dritte unterbunden.

Jedoch hat Whatsapp die Schlüssel in der Hand, mit denen sich die Türen unserer Chats öffnen lassen. So kann der Messenger beziehungsweise Facebook die Schlüsselcodes, die zur Datenübertragung benötigt werden, ohne das Wissen des Nutzers abändern. Dadurch können verfasste Nachrichten, oder auch Bruchstücke davon, ohne Zustimmung des Absenders den Empfänger wechseln. Auch die scheinbar unregulierte Weitergabe von Nutzerdaten an den Mutterkonzern Facebook sorgt für Unbehagen. Ein solcher Umgang mit den sensiblen Informationen hat jüngst in Frankreich zu einem Ultimatum gegen den WhatsApp-Messenger geführt.

Wielche sichere Alternative gibt es zum WhatsApp-Messenger?

Zunächst sollte jedem klar sein: Weder im Fall von WhatsApp noch im Rahmen der Nutzung von alternativen Messengern kann man sich zu 100 Prozent sicher sein. In jedem dieser Fälle gibt es nämlich eine höhere Instanz, die die Kommunikation koordiniert und im Zweifelsfall überwacht.

Nichtsdestotrotz gibt es Whatsapp-Alternativen, die dem Nutzer ein gewisses Maß an Transparenz gewähren. So beispielsweise die Schweizer App Threema. Mit einem Verschlüsselungs-System, das zwar für den User leicht verständlich, von außen jedoch schwer zu durchbrechen ist, gilt Threema derzeit als einer der sichersten Messenger.

Worin unterscheidet sich Threema von Whatsapp?

Im Gegensatz zu Whatsapp und vielen anderen Messenger-Apps lagert Threema die verschlüsselten Nachrichten einer Konversation nur solange auf den eigenen Servern, bis sie vom Empfänger aufgerufen wurden. Im Anschluss erden sie laut App-Entwickler Manuel Kasper restlos gelöscht. Zusätzliche Sicherheit verschafft die ID eines jeden Threema-Nutzers, da diese dem Absender deutlich zu verstehen gibt, wem genau er gerade tatsächlich seine Nachricht sendet.

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Mehr Informationen zum Thema Whatsapp-Sicherheit:

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Fazit

Im Endeffekt liegt es im Auge des Betrachters, was dieser für sicher hält. Natürlich gibt es sicherere Alternativen zu Whatsapp, jedoch erfreuen sich diese keiner solchen User-Dichte wie der Messenger. In jedem Fall sollte man die Datenschutzbestimmungen lesen und sich auch über Updates auf dem neuesten Stand halten. Das gilt für Whatsapp sowie jegliche Alternativ-App.

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