Viele Nutzer vertrauen ihren Smartphones wahrscheinlich sehr sensible Daten an. Auch unsere Kontakte, Termine und Fotos legen wir auf unseren Telefonen ab. Dank GPS können wir die Geräte auch unterwegs zur Navigation benutzen. Der Haken: Auch andere können im Zweifel auf deine Standortdaten zugreifen.

So kannst du Apps erkennen, denen du nicht vertrauen solltest

Immer wieder gibt es Berichte über Apps, die unnötig viele Daten ihrer Nutzer sammeln. Doch das muss nicht sein. Wir verraten dir, wie du wenig vertrauenswürdige Apps erkennen kannst.

Alles beginnt bereits, noch bevor du die Applikation überhaupt geladen hast. Dabei spielt es keine Rolle, ob du dich in Apples App Store umschaust oder in Googles Play Store. Achte bei jeder App darauf, wie die Bewertungen dazu aussehen. Wie viele Bewertungen gibt es und wie fallen die Meinungen der einzelnen Kunden zu der Anwendung aus?

Achte auf die Bewertungen

Achte hier vor allem darauf, ob es signifikante Abweichungen zwischen einzelnen Bewertungen gibt. Zu krasse Diskrepanzen könnten, gerade bei eher unbekannten Apps, ein Hinweis darauf sein, dass die Bewertungen gefälscht sind. Einer solchen App solltest du also auf keinen Fall vertrauen.

„Das Lesen von Nutzerbewertungen kann erste Hinweise auf unseriöse Apps liefern. Die Anzahl der Sterne ist dabei nicht maßgebend, eher der Textinhalt der Bewertungen“, zitiert Welt Online Alexander Kuch vom Telekommunikationsportal „Teltarif“.

Schränke die Berechtigungen ein

Hast du dich über die App informiert und dich zum Download entschlossen, gilt es weitere Details zu beachten. Denn nun musst du entscheiden, welche Berechtigungen du den installierten Programmen einräumst. Darf deine Wetter-App etwa auf deine Kamera zugreifen? Überlege dir stets, ob die angefragten Berechtigungen wirklich benötigt werden, um die Funktion der App zu gewährleisten.

Unter Apples Betriebssystem iOS wirst du nach dem ersten Start der Anwendung gebeten, verschiedene Berechtigungen zu erteilen. Oder eben nicht. Auch unter Android hast du über eine zentrale Verwaltung die Möglichkeit, die Berechtigungen zu verwalten.

Vorsicht bei Diensthandys

Besondere Vorsicht solltest du walten lassen, wenn du dein Telefon nicht nur privat, sondern auch beruflich nutzt. Denn dann kann es dir unter Umständen großen Ärger bereiten, wenn neugierige Apps auf Firmenkontakte oder andere sensible Daten zugreifen. Android-User haben seit geraumer Zeit die Möglichkeit, separate Nutzerkonten anzulegen, um Arbeit und Beruf voneinander zu trennen. iOS-Nutzer können das noch nicht, ihnen bleibt nur genau darauf zu achten, welche Daten freigegeben werden. Oder sie legen sich eben ein zweites Telefon zu.

Vorsicht bei kostenfreien Anwendungen

Generell gilt: Solche Apps, die nichts kosten, fragen tendenziell auch mehr Daten ab. „Gratis-Apps finanzieren sich häufig darüber, dass der Anbieter das Nutzungsverhalten auf dem jeweiligen Gerät auswertet“, zitiert die Seite den Verbraucherzentrale Bundesverband. Achtet hier also besonder darauf, welche Zugriffsrechte die einzelnen Anwendungen beanspruchen.

Dass diese Vorsichtsmaßnahmen sinnvoll sind, zeigen zahlreiche Beispiele. So kam erst vor kurzem heraus, dass 17.000 Android-Apps dich permanent aufgezeichnet haben. Auch Apple war von einem Problem betroffen. Einige Apps spionierten deinen Homescreen aus.

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