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Vorsicht bei WhatsApp: LKA warnt vor dreistem Trick

Der WhatsApp-Code-Betrug ist wieder da.
Der WhatsApp-Code-Betrug ist wieder da.
Foto: IMAGO / photothek
Artikel von: Dana Neumann
Um im WhatsApp-Konto anderer herumzuschnüffeln, ist erschreckend wenig nötig. Mit nur einer unauffälligen Methode, kann der Account sogar übernommen werden.

Vor allem Nutzer:innen beliebter Messenger wie WhatsApp geben häufig einfache Ziele ab. Betrüger:innen müssen lediglich an deine Nummer kommen und schon können sie dich mit dubiosen Nachrichten überschütten. Auf sie solltest du in keinem Fall reagieren. Nun warnt sogar das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen vor dem neuen WhatsApp-Code-Betrug. Er ermöglicht es Fremden, deine Chats bei WhatsApp mitzulesen.

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Update: WhatsApp-Code-Betrug wieder aktiv

"Hello sorry, ich habe dir versehentlich einen 6-stelligen Code per SMS geschickt. Kannst du ihn mir bitte weitergeben? Es eilt", kann es etwa in der Nachricht heißen, die Nutzer:innen derzeit erreicht. Das besonders perfide: Der WhatsApp-Code-Betrug wird offenbar häufig über bereits bestehende Chats abgewickelt.

Das LKA Niedersachsen warnt aktuell: "Tatsächlich kommt auch kurz davor per SMS dieser Code. Hierbei handelt es sich aber um einen Sicherheitscode für den eigenen WhatsApp-Account. Absender hier ist WhatsApp. Wer diese Zahlenfolge an die Täter übermittelt verliert vorerst seinen Account."

So berichteten wir zuvor über die Masche:

Nicht die ersten Fälle

Laut Forbes solltest du auch entsprechende Nachrichten, die vermeintlich von deinen Kontakten stammen, im Auge behalten, denn Hacker könnten sich als diese tarnen, nachdem sie einen WhatsApp-Account übernommen haben. Insgesamt gehen die Angreifer folgendermaßen vor:

  • Zugriff auf einen WhatsApp-Account verschaffen.
  • Telefonnummern der Teilnehmer einer WhatsApp-Gruppe erfassen.
  • SMS an möglichst viele Kontakte des gehackten WhatsApp-Kontos verschicken
  • neue WhatsApp-Konten übernehmen

Dass der Trick nicht neu ist, zeigen frühere Fälle. Anfang 2020 machte ein Beispiel eines Nutzers deutlich, dass es viele Wege gibt, den Betrug zu verschleiern. So kann die Masche durchaus auch im Namen des WhatsApp-Supports stattfinden.

Tom's Guide zufolge wurde die spanische Nachricht im Namen von WhatsApp ausgestellt und bittet um eine Verifizierung des Nutzers, weil ein anderer WhatsApp-Account angeblich unter seiner Nummer registriert wurde.

So verhinderst du, dass Fremde bei WhatsApp mitlesen

Ignoriere die Nachricht am besten, wenn du sie erhältst, gib aber unter keinen Umständen den erhaltenen Code weiter. Um dem WhatsApp-Code-Betrug entgegenzuwirken, kannst du außerdem über die Einstellungen des Messengers eine Überprüfung vornehmen. Dort kannst du nämlich einsehen, wie viele und welche Geräte mit deinem Account verbunden sind. Um dich dieser Taktik gänzlich zu verwehren, kannst du einen zusätzlichen sechsstelligen PIN für deinen WhatsApp-Account einrichten, eine Art Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA).

  • Drei-Punkte-Menü > Einstellungen > Account > Verifizierung in zwei Schritten > Aktivieren

Damit Tricks wie dieser künftig nicht mehr funktionieren, hat sich der Dienst zudem etwas einfallen lassen. Bald soll WhatsApp Nutzer:innen andrufen können statt ihnen eine SMS zu senden.So zumindest verhinderst du, dass dein WhatsApp-Account übernommen und Fremde bei deinen Gruppen in WhatsApp mitlesen können. Vorsicht übrigens vor diesem Trick. Auch per QR-Code kommen Dritte an dein WhatsApp-Konto. Und selbst Fotos und Bilder sind bei WhatsApp nicht sicher.

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