Die Signal-App hat in den vergangenen Monaten immer mehr Nutzer:innen gewonnen. Viele sind nach den umstrittenen Datenschutzbestimmungen auf der Suche nach einer WhatsApp-Alternative. Tatsächlich ist der blaue nicht nur eine Alternative, sondern bietet zum Teil auch einige Funktionen, die WhatsApp nicht bietet.

Fakten zu Signal
– Hinter Signal steckt eine gemeinnützige Stiftung
– 2018 spendete WhatsApp-Gründer Brian Acton 50 Millionen Dollar an Signal
– Signal ist als App für Android und iOS verfügbar
– Als Desktop-Version gibt es Signal für Windows, macOS und Linux

Signal-App: Schau dir diese Funktionen an

Dass der umstrittene Konzern Facebook hinter dem beliebten Messenger WhatsApp steckt, gefällt nicht vielen Nutzerinnen und Nutzern. Viele sind daher auf der Suche nach einer WhatsApp-Alternative, die mehr Sicherheit verspricht. Eine davon ist Signal, eine App, die ausgerechnet von WhatsApp-Mitbegründer Brian Acton unterstützt wird, weil diese Datenschutz großschreibt.

Damit du das volle Sicherheitspotential der Signal-App nutzen kannst, musst du einige leichte Tipps und Tricks anwenden, die es in der Form bei WhatsApp nicht gibt.

1. Gesichter verpixeln

Beim Versenden eines Bildes kannst du bei der Signal-App eine Verpixelung einfügen und so ausgewählte Gesichter oder Gegenstände verpixeln, bevor du deinem Kontakt das Bild sendest. Tippe dafür auf das Verpixelungs-Symbol und anschließlich unten auf „Gesichter verwischen“. Jetzt sollten automatisch Gesichter verpixelt werden. Möchtest du noch Weiteres verwischen, kannst du einfach mit deinem Finger über die entsprechende Stelle fahren.

Halte nach diesem Symbol Ausschau:

Klicke auf dieses Symbol um zu "Gesichter verwischen" zu gelangen.
Klicke auf dieses Symbol um zu „Gesichter verwischen“ zu gelangen.
Foto: Screenshot futurezone.de

2. Reaktionen auf Nachrichten hinzufügen

Besonders in Gruppen ist diese Funktion von Vorteil. Hat jemand etwas lustiges geschrieben, kannst du einfach direkt auf dieser Nachricht darauf reagieren. Drücke länger auf die Nachricht und schon kannst du auswählen, welches Emoji du für deine Reaktion nutzen möchtest. Es erscheint unten rechts.

3. Eine Notiz an dich selbst schreiben

In dem Signal-Chat „Notiz an mich“ kannst du dir selbst Nachrichten schreiben und beispielsweise spannende Artikel dorthin senden, schwierige Nachrichten an einen Freund vorschreiben oder einfach nur eine To Do-Liste anfertigen.

4. „Tippt“ aktivieren und deaktivieren

Bei WhatsApp kann eine Person sehen, dass du eine Nachricht eintippst, wenn sie gleichzeitig mir dir online ist. Bist du dir mit einer Antwort unschlüssig und überlegst hin und her, kann das manchmal in ein tippen, stoppen, tippen, stoppen hineininterpretiert werden. Bei Signal kann dir das nicht passieren. Hier kannst du einstellen, dass niemand sieht, wenn du tippst. Gehe bei der Deaktivierung wie folgt vor:

  1. Öffne Signal.
  2. Tippe oben rechts auf die drei Punkte.
  3. Wähle „Einstellungen“ und dann „Datenschutz“ aus.
  4. Deaktiviere den „Tipp-Indikator“.

Beachte: Deaktivierst du die Funktion, siehst du aber auch nicht, dass eine andere Person tippt.

5. Beschränkung der Bild-Betrachtung

Der Signal-App ist offenbar auch die Sicherheit deiner Bilder besonders wichtig. So kannst du nämlich begrenzen, wie häufig deine verschickten Bilder von dem Empfänger betrachtet werden dürfen, bevor sie automatisch gelöscht werden. WhatsApp plant offenbar selbstlöschende Bilder einzuführen.

6. Keine Screenshots

Für noch mehr Sicherheit sorgt die WhatsApp-Alternative mit der sogenannten „Screen Security“. Diese Funktion ist insofern wichtig, wenn du sichergehen möchtest, dass dein Gesprächspartner kein Screenshot machen kann. Sie blockiert Apps, die Versuchen, Einblick zu bekommen.

Bedenke hier aber, dass der Signal-Chatverlauf immer noch mit einem anderen Gerät abfotografiert werden kann und du daher nicht zwangsläufig komplett sicher bist.

7. Zusätzliche Sperre

Die Signal-App bietet den sogenannten „Registration Lock“ an, der dein Messenger-Konto mit einer zusätzlichen PIN-Nummer schützt. Diese wird nicht nur bei jeder Nutzung abgefragt, sondern auch, wenn du dein Konto auf einem neuen Gerät einrichtest. Besonders wenn du in den Einstellungen deines Handy eine solche gesonderte Sperre nicht eingerichtet hast, ist diese Funktion ratsam.

Fazit zu den Tipps für die Signal-App

Nutzt du die Tipps und Tricks rund um die Signal-App, so kann der Messenger besonders sicher und praktisch sein. Falls du also großen Wert auf Datenschutz legst, könnte der Dienst eine gelungene WhatsApp-Alternative für dich darstellen. Für zahlreiche Experten ist Signal der sicherste Messenger.

Quelle: eigene Recherche

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