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Signal-App gewinnt neue Nutzer: Wechsel könnte von WhatsApp kommen

Darum dürften derzeit wohl so viele Menschen die Signal-App herunterladen.
Darum dürften derzeit wohl so viele Menschen die Signal-App herunterladen.
Foto: [Futurezone.de] via Canva.com
Die Signal-App bekommt derzeit offenbar einen großen Zuwachs an Usern. Etwas deutet darauf hin, dass die "Neuen" von WhatsApp kommen könnten.

Einige Interessierte dürften in den vergangenen Stunden Probleme damit haben, sich bei der Signal-App neu anzumelden. Denn offenbar verzeichnet der als sicher geltende Messenger derzeit überdurchschnittlich viele Downloads und Anmeldungen. Signal spricht von einer Rekordzahl an zu übermittelnden Signalüberprüfungscodes. Wir vermuten: Die aktualisierten Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) von WhatsApp und die daraus zum Teil resultierenden Verwirrungen könnten damit zusammenhängen.

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Signal-App auf einem Rekordhoch

Am 7. Januar 2021 melden die Twitter-Verantwortlichen der Signal-App, dass es zwischenzeitlich Probleme bei der Neuregistrierung von Neukunden gibt. "Bestätigungscodes werden derzeit bei mehreren Providern verzögert, da gerade so viele neue Leute versuchen, Signal beizutreten (wir können unsere Aufregung kaum wahrnehmen)", berichtet das Unternehmen unter anderem.

Vor wenigen Stunden erklären die Verantwortlichen der Signal-App auf Twitter außerdem: "Neue Benutzer in Europa sollten sich unverzüglich wieder registrieren können. Wir werden weiterhin mit Netzbetreibern zusammenarbeiten, um weiterhin eine Rekordzahl an Signalüberprüfungscodes zu liefern. Der Signaldienst selbst funktioniert normal. Danke für Ihre Geduld!"

Das könnte WhatsApp mit dem Signal-App-Ansturm zu tun haben

Kürzlich aktualisierte WhatsApp die AGB, welche Nutzerinnern und Nutzer noch bis zum 8. Februar 2020 zustimmen müssen, um den Messenger weiterhin nutzen zu können. Zwischenzeitlich kam es zur Verwirrung darüber, ob damit nun ein Datenaustausch zwischen WhatsApp und Facebook stattfinden kann.

Wie WhatsApp unter anderem bei uns klarstellte, so soll innerhalb der Europäischen Union weiterhin kein Datenaustausch zwischen WhatsApp und Facebook stattfinden. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) schützt Nutzerinnen und Nutzer davor. Facebook erhalte zwar die Handynummer und Kontakte aus dem Telefonbuch der WhatsApp-User, doch die Daten sollten nur genutzt werden, um Spam und Missbrauch zu verhindern (via Süddeutsche Zeitung).

Dennoch steht WhatsApp schon lange in der Kritik, was den Datenschutz angeht. Möglicherweise sehen viele Menschen mit der Verwirrung um die aktualisierten WhatsApp-AGB als Anlass, den Messenger zu wechseln. Offenbar scheint eine große Anzahl an Menschen WhatsApp "nur" zu verwenden, weil sie die meisten ihrer Kontakte nutzen.

Weitere Alternativen zu WhatsApp

Unter anderem mit diesen Funktionen glänzt die Signal-App. Eine weitere Alternative ist Threema. Die App ist aber nicht kostenlos. Außerdem verspricht die deutsche WhatsApp-Alternative Ginlo, ein sicherer Messenger zu sein. Diese Gründe sprechen hingegen dafür, Telegram zu löschen.

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