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Apple-Studie verrät: User mögen die hauseigenen Apps nicht

Eine Studie aus dem eigenen Hause verrät dem Konzern, dass die Apple-Apps bei den Usern nicht allzu beliebt sind.

App Store
Die hauseigenen Apps schneiden auf iPhone und Co. vernichtend schlecht ab. © Getty Images/ NurPhoto

Apple gab eine eigene Studie in Auftrag, die unter anderem die App-Nutzung der User analysieren sollte. Das Ergebnis: iOS-Apps schneiden vernichtend schlecht im Vergleich zu Drittanbieter-Apps ab.

Apple vs. Drittanbieter: App Store wird von Drittanbietern dominiert

Über 2 Millionen Apps von Drittanbietern wie Google, Microsoft und Tencent sind im App-Store verfügbar. Seit 2015 hat sich das Angebot an herunterladbaren Apps auf iOS-Geräten demnach vervierfacht. Hauseigene Apps wie Apple-Music, Karten, iMessage und Co. machen lediglich 0,01 % aus.

Apple-User müssen bei vielen App-Angeboten auf Drittanbieter zurückgreifen. Das betrifft etwa alle Angebote im Bereich Social Media (TikTok, Instagram, Facebook) oder Dating (Tinder, Bumble). Auch fürs Reisen oder Food-Inhalte musst du als Apple-User auf andere Apps zurückgreifen.

Auf insgesamt 1,8 Millarden Apple-Geräten werden kaum iOS-Apps verwendet

Die Auswahl zwischen gerade mal 60 Apple-Apps ist wohl nicht der alleinige Grund, wieso User zwischen 50 und 110 Stunden pro Monat laut der hausinternen Apple-Studie lieber auf Apps von Drittanbietern zugreifen. Die Studie gibt zu:

Apps von Drittanbietern haben sich stark verbreitet und bieten mehr Auswahl und mehr Funktionen für die Verbraucher.

Apple

Anstelle von Apple Music beispielsweise wird lieber zu globalen Größen wie Spotify oder Amazon Music gegriffen. Doch auch regionale Apps laufen Apple den Rang ab. So gehört in Frankreich der Musikstreaming-Anbieter Deezer auf das jeweilige iOS-Gerät.

Die beliebtesten Apps auf deutschen iOS-Geräten

Deutsche iPhone-Nutzer*innen greifen ebenso lieber zu Apps von Drittanbietern. Im Bereich Kommunikation sind WhatsApp und der Facebook-Messenger ganz vorne mit dabei. Musik hören die Deutschen am liebsten mit Spotify oder Amazon Music. Bei den Serien läuft Netflix dem Streamingdienst Amazon Prime Video den Rang ab und wird 835 Mal häufiger genutzt als AppleTV. Zur Navigation wird am häufigsten Google-Maps auf dem iOS-Gerät geöffnet.

Doch ergab sich ebenfalls, dass gerne auch mehrere Apps aus derselben Kategorie parallel genutzt werden. So machen iOS-Apps bei den Deutschen dennoch 27 % im Bereich Kommunikation, 29 % beim Musik-Streaming, 31 % in der Navigation und 25 % beim Lesen aus. Nur AppleTV scheint bei den Deutschen gar keinen Anklang zu finden: Weniger als 0,1 % nutzen die Apple-App fürs Videostreaming.

Gründe wieso die Apple-Apps so unbeliebt sind

Der Konzern begründet diese vernichtende Auswertung unter anderem damit, dass Apps in einigen Bereichen wie etwa Videostreaming, früher von Drittanbietern als von Apple selber verfügbar waren.

Auch gibt der Konzern zu:

Darüber hinaus bieten einige Unternehmen vollumfängliche App-Suiten für Kunden an, die iPhone-Nutzer dazu verleiten, andere Geräte in Erwägung zu ziehen. Zum Beispiel Google […] bietet viele alternative App-Optionen, die bei den iOS-Benutzern beliebt sind. Wenn sich die Nutzer mit dem Google-Ökosystem vertraut machen, erwägen sie möglicherweise häufiger den Wechsel zu einem Android-Ökosystem.

Apple

Beim Stichwort „Ökosystem“ bleibt die Studie jedoch unvollständig. Nicht aufgeführt als Grund für die höhere Popularität von Drittanbieter-Apps wird, dass das Teilen von App-Inhalten bei den Drittanbietern wesentlich einfacher ist. Hat dein digitales Gegenüber kein iPhone, bringt dir das Teilen deines neuen Lieblingssongs über Apple Music herzlich wenig. YouTube- oder Spotify-Links hingegen sind eher dafür prädestiniert.

Kannst du dich noch nicht zwischen Spotify und Apple Music entscheiden? Wir verraten dir, welcher der beiden Musik-Streamingdienste zu dir passt.

Quellen: Apple

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