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Besser deinstallieren: Experten warnen vor mehreren Shopping-Apps

Willst du deine Medikamente per App bestellen, ist Vorsicht geboten. Gleich mehrere Apps fallen in einem Test durch Datenweitergabe negativ auf.

Insbesondere durch die Corona-Pandemie hat sich das Bestellen von Medikamenten per App als besonders praktisch erwiesen. Expert*innen haben jedoch nun in einem Test herausgefunden, dass diese alles andere als sicher sind. Die Weitergabe deiner Daten finden dort auf mehreren Ebenen statt und wird vor allem für Werbezwecke eingesetzt.

Medikamente per App bestellen: Einige Android-Apps solltest du besser nicht nutzen

Die Fachredaktion von mobilsicher hat sich in ihrer Auswertung fünf beliebte Android-Apps zum Bestellen von Arzneimitteln angeschaut. Dabei sind drei der fünf durch den Test gefallen, denn sie geben deine Lieferdaten an Dritte weiter.

Beim Medikamente per App bestellen solltest du daher von folgenden besser die Finger lassen:

  • DocMorris
  • SHOP APOTHEKE
  • Mayd

Besonders eklatant war vor allem die SHOP APOTHEKE. Deine Suchanfrage, also sprich welche Medikamente vorhattest zu kaufen, aber auch Name und E-Mail-Adresse werden an insgesamt neun Firmen weitergeben. Mit deiner Krankheit oder deinen gesundheitlichen Beschwerden kann also so gezielt weitere Werbung für dich in Apps oder Suchmaschinen gemacht werden. Die App fiel schon in der Vergangenheit negativ auf, wie wir berichteten.

Auch die anderen beiden Möglichkeiten, Medikamente per App zu bestellen, fielen ähnlich negativ auf. Bei DocMorris werden deine Daten an insgesamt sechs Firmen für spätere Werbezwecke weitergebeben. Bei der Anwendung MAYD wurden zwei weitere Firmen über deine Suchen und Daten in Kenntnis gesetzt.

Innerhalb der App kann man sich kaum schützen

Halbwegs positiv in diesem Kontakt fiel die Medikamente-App CURE auf. Diese gab immerhin die Suchhistorie nicht weiter. Allerdings verrät die Analyse, dass man zwar nach dem Herunterladen der App die Nutzungsanalyse komplett abwählen könne, aber dies scheint nichts zu bringen: „In unserem Test nahm die Apotheken-App auch bei abgewählter Nutzeranalyse Kontakt zu den drei Firmen auf und übermittelte jeweils die Werbe-ID.“ Nach einer Konfrontation durch die Fachredaktion gelobte der Lieferdienst jedoch Besserung.

Da die Apps fast alle nicht nur deine Bestelldaten, sondern eben auch schon deinen Suchverlauf weitergeben, ist von der Verwendung klar abzuraten. Es spielt keine Rolle, ob du die Medikamente per App wirklich bestellt oder nur gestöbert hast. Alternativ kannst du dir in der Regel auch deine Medikamente ohne App liefern lassen. Erkundige dich bei deiner Apotheke um die Ecke.

  • Nicht nur das Medikamente per App bestellen, sollte wohlüberlegt sein. Auch Doctolib, eine App mit der du deine Arzttermine vereinbaren und verwalten kannst, fiel in der Vergangenheit schon negativ auf.

Quelle: mobilsicher

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