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Corona-Ansteckung: Amazon-Mitarbeiter klagen gegen Online-Händler

Amazon-Lieferungen könnten eine neue Problematik bezüglich Corona-Ansteckungen mit sich bringen.
Amazon-Lieferungen könnten eine neue Problematik bezüglich Corona-Ansteckungen mit sich bringen.
Foto: imago images / Pressedienst Nord
Corona-Ansteckungen in Amazon-Lagern stellen offenbar ein hohes Risiko dar. Nun klagen Mitarbeiter gegen den Online-Händler

Vor allem im Rahmen des Prime Days 2020 soll der Online-Händler Amazon massiv die Gesundheit seiner Mitarbeiter gefährdet haben. Mitunter habe er in seinen US-Lagern zuletzt hohen Druck auf sie ausgeübt. Dieses Vorgehen könnte Angestellte dem hohen Risiko einer Corona-Ansteckung aussetzen.

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Corona-Ansteckung: Mitarbeiter klagen gegen Amazon

"Amazon ist nicht ehrlich und entgegenkommend gewesen", erklären Angestellte eines Lagers in Staten Island, New York, vor Gericht. In der Klage, die sie vorlegen steht wird mitunter beschrieben, wie die "unterdrückerische und gefährliche" Politik des Unternehmens gegen das Gesetz verstößt und vor allem die Gefahr einer Corona-Ansteckung erhöht.

Um die Verarbeitung von Bestellungen zu beschleunigen habe das Unternehmen insbesondere am 13. und 14. Oktober enormen Druck auf seine Mitarbeiter ausgeübt. Infolge dessen seien Maßnahmen gefährdet worden, die zum Beginn der Corona-Pandemie getroffen worden waren. Bloomberg zufolge sei ihnen in Gesprächen mit Vorgesetzten sogar mit der Entlassung gedroht worden, hätten sie ihre Quoten nicht erfüllt.

Infektion per Amazon-Lieferung: Ist das möglich?

"Wir haben einen Teil unseres Prozesses wieder eingeführt, in dem ein Bruchteil der Mitarbeiter, im Durchschnitt weniger als fünf Prozent, aufgrund extremer Ausreißer bei der Leistung Coaching zur Verbesserung erhalten können", erwidert Unternehmenssprecherin Rachael Lighty. "Alle unsere Maßnahmen bieten den Mitarbeitern weiterhin zusätzliche Zeit, um soziale Distanzierung zu üben, sich die Hände zu waschen und ihren Arbeitsplatz zu reinigen, wann immer dies erforderlich ist."

Noch scheint nicht geklärt, inwiefern es in den Lagern und Zentren des Online-Händlers zu neuen Corona-Ansteckungen kommen sein könnte. Dennoch steht seitens der Mitarbeiter der Vorwurf im Raum, Amazon habe sie einem hohen Risiko ausgesetzt.

Grund zur Sorge gibt mitunter die "Haltbarkeit" des Coronavirus auf Oberflächen. Immerhin ist mittlerweile klar, dass sich der gefährliche Erreger bis zu 28 Tage lang auf bestimmten Oberflächen halten kann. Auch in Deutschland könnten vergleichbare Vorgehensweisen mit Amazon-Lieferungen zu neuen Risiken führen. Erst jüngst warnte ein Experte des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung Bund und Länder vor einem Kontrollverlust über die Corona-Ansteckungen in Deutschland.

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