Man sollte meinen, dass die Faszination für die Weiten des Weltalls, Elon Musks Veranlagung für visionäre Projekte oder ähnliches zur Gründung von SpaceX geführt. haben. Doch stattdessen kam nun eine andere, nahezu skandalträchtige Geschichte ans Licht. Hätte man den Milliardär nicht derartig verärgert, hätte es SpaceX nie gegeben. Das hätte auch Auswirkungen auf die NASA gehabt.

Elon Musk gründet SpaceX nach Besuch in Russland

Im Jahr 2001 teilte Elon Musk öffentlich die Idee, mit einem Gewächshaus auf dem Mars die Expansion der Menschheit ins Weltall zu beginnen. Auf der Suche nach einer Rakete für die Gewächshausmission „Mars Oasis“ vereinbarte Musk einen Termin mit der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos. Die ehemalige NASA-Mitarbeiterin Lori Garver erklärt in ihrem Buch, was bei diesem Treffen passiert ist. Die aberwitzige Geschichte wurde ebenfalls vor kurzem im TV vom SpaceX Mitgründer Jim Cantrell bestätigt, wie Futurism berichtet.

Der Besuch in Russland bei Roskosmos lief für Elon Musk nicht sonderlich glimpflich ab. Der damalige Chefentwickler war nach einiger Zeit sehr aufgebracht. Die Provokationen zwischen Musk und ihm steigerten sich derartig, dass der Entwickler Musk auf die Schuhe spuckte. Der Milliardär reagierte verständlicherweise wütend und stürmte davon. Aus dem Kauf der Rakete wurde nichts.

Seine Kleidung kann Schuld gewesen sein

Was genau dazu führte, dass Elon Musks im Laufe des Gesprächs vor zwanzig Jahren bespuckt wurde, ist unklar. Cantrell vermutet zwei Ursachen. Zum einen könne es daran gelegen haben, dass Musk dazu tendiert, Personen im Gespräch wieder und wieder zu unterbrechen. Zum anderen war seine Kleidung für diesen höchst offiziellen Besuch wohl nicht formell genug, was sehr stolze Personen durchaus wütend machen könnte.

Schon auf dem Rückflug war für Musk dann klar, dass er lieber sein eigenes Raumfahrtunternehmen gründen will und so war SpaceX für ihn im Kopf beschlossene Sache. Inzwischen arbeitet SpaceX eng mit der NASA zusammen. Die Spannungen zwischen Roskosmos und Musk scheinen noch nicht vergessen, wie an Sticheleien bemerkbar ist.

Noch im Jahr 2014 war die NASA abhängig von Russlands Raketen für die Raumfahrt. Roskosmos scherzte damals, dass die USA selber maximal ein Trampolin verwenden könnte, um ihre Astronaut*innen zur ISS zu bringen. Als Musk jedoch im Jahr 2020 mit bei SpaceX entwickelten Raketen erstmalig zwei NASA-Astronaut*innen zur ISS brachte, entgegnete er frech: „Das Trampolin funktioniert.“

Quelle: Futurism

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