Wer die verrückte oder besonders optimistische Seite von Elon Musk kennen lernen will, schaut sich am besten dessen Vorhersagen der letzten Jahre an. Diese beziehen sich nicht nur auf überschwängliche Ziele seiner Unternehmen. Auch das Ende der Menschheit sieht der Milliardär kommen.

Elon Musk: Das hat er vorhergesagt

Ob 2020, „nächstes Jahr“ oder 2050, Elon Musk hat für viele Zeitpunkte eigene Szenarien im Kopf. Während einige seiner zum Teil skurrilen Vorhersagen bislang nicht eingetreten sind, gilt es andere noch abzuwarten.

#1 Ein Asteroid trifft die Erde

Schon 2019 sagte Elon Musk vorher, dass uns früher oder später ein Asteroid treffen würde. Damals war es eine Reaktion auf das Objekt Apophis, den „Gott des Chaos“, das angeblich 2029 den Weg der Erde kreuzen soll. Dazu postete Musk:

„Großartiger Name! Würde mir keine Sorgen machen um diesen Spezifischen. Eines Tages wird ein großer Stein die Erde treffen & wir haben gegenwärtig keine Verteidigung“

Twitter/@elonmusk

#2 Neuralink-Computerchips werden 2020 in menschlichen Schädeln verpflanzt sein

Seine ursprüngliche Vorhersage zur Verlinkung von Mensch und Maschine hat Elon Musk noch nicht erfüllt. Statt dem vollwertigen Einsatz 2020 heißt es inzwischen, Neuralink soll 2022 an Menschen getestet werden.

Die vom Startup entwickelten Chips können dem Unternehmer zufolge das Gehirn mit Computern verknüpfen. Bislang gab es dazu Versuche an Affen. Inzwischen steht das Unternehmen dafür allerdings in der Kritik. So sollen 16 von 23 Labor-Affen bei Neuralink gestorben sein.

#3 Eine Million Tesla-Robotertaxen befahren 2020 die Straßen

Wer sich einmal umschaut, wird bemerken, dass auch diese sehr optimistische Vorhersage von Elon Musk aus dem Jahr 2019 in keinster Weise eingetreten ist. 2022 gibt es keine entsprechenden Fahrzeuge auf den Straßen.

Wie The Next Web berichtet, hält er dennoch weiter an seinem Vorhaben fest. So soll es inzwischen 2024 soweit sein, dass Tesla-Robotaxen ohne Lenkrad und Pedalen in Produktion gehen.

#4 Autonomes Fahren der Stufe 5 im „nächsten Jahr“

Auf das besagte „nächste Jahr“ warten Tesla-Fans seit fast einer Dekade. 2014 stellte Musk laut The Next Web zum ersten Mal die gewagte Prognose in den Raum. 2021 dann glaubten selbst seine eigenen Ingenieure nicht mehr daran, dass aus dem Versprechen überhaupt etwas wird.

Damals machte ein geleakter Kommentar von CJ Moore, Teslas Direktor für die Autopilotsoftware, die Runde. Während sich Elon Musk sehr zuversichtlich zeigte, was die Level 5-Autonomie seiner Fahrzeuge angeht, traf Moore eine ganz andere Einschätzung:

„Laut CJ stimmt Elons Behauptung nicht mit der Ingenieursrealität überein. Tesla ist gegenwärtig bei Level 2.“

Briefwechsel zwischen CJ Moore und dem Department of Motor Vehicles (DMV) (via Plainsite.org)

Zudem konnte Tesla zum damaligen Stand nicht sagen, „ob es die Leistungssteigerung bis Ende des Kalenderjahres (2021) bis L5 schafft“. Ein entsprechender Fortschritt ist auch 2022 bislang nicht zu erkennen.

#5 Weltuntergang 2050

Es geht allerdings auch deutlich ernster. Das Eintreffen einer Prognose ist zumindest nicht wünschenswert. Denn laut Elon Musk müssen wir in etwa 30 Jahren mit dem Ende der Menschheit rechnen. Und das auf verschiedene Arten. Eine These, die der Milliardär schon 2017 auf Twitter äußerte, dreht sich um eine dramatische Entwicklung der Weltbevölkerung:

„Die Bevölkerung der Erde entwickelt sich in Richtung Kollaps, aber nur wenige scheinen sich dafür zu interessieren oder deswegen zu sorgen.“

Tatsächlich sieht er aber auch noch eine andere Bedrohung. Ein Ende der Menschheit könnte Elon Musk zufolge auch durch KI erfolgen. Dafür nannte er wie im ersten Fall zwar keinen konkreten Zeitrahmen. Dennoch warnte er vor „unsterblichen Diktator, dem wir niemals entkommen können“.

Quellen: The Next Web, eigene Recherche

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