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Klima-Kleber bekommen Gehalt für Proteste – so hoch fällt es aus

In ganz Deutschland sind die Protestaktionen der „Letzten Generation“ bekannt. Nun hat eine Recherche ergeben, dass einige der Aktivist*innen für ihren Protest sogar bezahlt werden.

Hand klebt auf dem Asphalt.
© IMAGO/Olaf Schuelke

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Bislang wurde angenommen, dass Klimaaktivist*innen der „Letzten Generation“ aus Überzeugung in ihrer Freizeit Proteste gegen den Klimawandel organisieren. Doch dies scheint nicht in jedem Fall zuzutreffen. Recherchen zeigen, dass einige der Aktivist*innen für ihren Protest bezahlt werden. Wie hoch das Gehalt der Klima-Kleber*innen genau ausfällt, erfährst du hier.

So hoch ist das Gehalt der Klima-Kleber*innen

Personen, die sich fast täglich auf dem Asphalt deutscher Straßen festkleben, haben natürlich wenig Zeit, um einer anderen Tätigkeit nachzugehen. Die Folge: Auf dem Konto der Betroffenen herrscht gähnende Leere. Doch damit die Prostestierenden ihren Lebensunterhalt finanzieren können, scheint die Gruppe „Letzte Generation“ vorgesorgt zu haben, wie ein Bericht der „Welt am Sonntag“ erklärt. Demnach rekrutiert die Protestbewegung Nachwuchsaktivist*innen für Positionen in Vollzeit, Teilzeit oder auf einer Basis von 520 Euro.

Das monatliche Gehalt für Vollzeitmitarbeitende beträgt dem Bericht zufolge bis zu 1.300 Euro und ist somit eine sozialversicherungspflichtige Anstellung. „Wir haben zum Glück dieses Geld zur Verfügung und können Menschen bezahlen, und wir haben die Möglichkeit, die Menschen auch anzustellen“, erklärt ein Anwerber der Gruppe gegenüber der „Welt“.

Verein zahlt offenbar die Gehälter

Doch wer zahlt die Gehälter eigentlich? Auch hierauf liefert der Bericht der „Welt am Sonntag“ eine Antwort. Demnach soll das Geld für die Gehälter offenbar vom Berliner Verein „Wandelbündnis“ stammen. Darüber hinaus sei der Verein auch für die Ausstellung der Arbeitsverträge der hauptberuflichen Klima-Kleber verantwortlich. Auf Nachfrage von „Welt am Sonntag“ heißt es, dass es aktuell rund „30 Kräfte“ gibt, die von der Initiative „Gemeinnützige Bildungsarbeit zur Unterstützung von Letzte Generation“ bezahlt werden.

Ein bedeutender Anteil der finanziellen Mittel des Vereins und der „Letzten Generation“ stammt auch vom „Climate Emergency Fund“. Dieser Fonds wird von Großspendern aus den USA, wie beispielsweise der Öl-Erbin Aileen Getty, finanziert. Die Stiftung aus Kalifornien hat es sich zum Ziel gesetzt, den sogenannten „disruptiven Aktivismus“ zu unterstützen.

Quellen: welt.de

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