Im Laufe der letzten paar Jahre haben Kryptowährungen die breite Masse erreicht. Verantwortlich dafür sind vor allem Assets wie Bitcoin, die Marktstärkste Kryptowährung, und Ethereum. Aber auch Coins mit geringerem Wert erfreuen sich mittlerweile großer Beliebtheit. Nicht wenige US-Amerikaner:innen scheinen dabei mit ihren Spekulationen am Markt erfolgreich genug gewesen zu sein, um dafür ihren Job aufzugeben.

Kryptowährungen versprechen finanzielle Freiheit

Einst war es der Aktienhandel, heute ist es das Geschäft mit Kryptowährungen. Für viele verheißt es eine glorreiche Zukunft, in der sie machen können, was sie wollen. Finanzielle Unabhängigkeit, das Nicht-angewiesen-sein auf einen Job ist ihr Ziel. Was zunächst wie Wunschdenken klingen mag, gelingt tatsächlich nicht wenigen.

Einer Anfang November veröffentlichten repräsentativen Studie des Marktforschungsunternehmens CivicScience zufolge haben circa elf Prozent der US-Amerikaner:innen für Kryptowährungen ihren Job aufgegeben.

"Haben Sie oder jemand, den Sie kennen, irgendwann im letzten Jahr Ihren/ihren Job gekündigt, um durch Investitionen in Kryptowährungen finanzielle Freiheit zu erlangen?"
„Haben Sie oder jemand, den Sie kennen, irgendwann im letzten Jahr Ihren/ihren Job gekündigt, um durch Investitionen in Kryptowährungen finanzielle Freiheit zu erlangen?“ Credit: CivicScience

„Überraschenderweise zeigt sich jedoch bei der Betrachtung nach Einkommen, dass der größte Teil derjenigen, die aufgrund ihrer Krypto-Investitionen ihren Job aufgeben, zu den niedrigsten Einkommensgruppen gehört. Diese Daten deuten darauf hin, dass Krypto-Investitionen einigen ein lebensveränderndes Einkommen beschert haben, während die wohlhabenderen Besitzer von Kryptowährungen diese eher als eine weitere Form der Vermögensdiversifizierung und nicht als Einkommensquelle nutzen.“

CivicScience

Lang- oder kurzfristige Anlage?

Dem Forschungsteam zufolge hätten Investor:innen damit begonnen, den ursprünglichen Zweck und die Funktion von Kryptowährungen als Ganzes zu verändern. Ähnliches bestätigte jüngst auch der angesehene Ökonom Eswar Prasad. Gegenüber der Neuen Züricher Zeitung (NZZ) gab er kund, es handele sich bei Bitcoin und Co. nur um „ein spekulatives Phänomen“.

In ihrer aktuellen Funktion würden Kryptowährungen eher einer sehr volatilen Aktie ähneln, bestätigt auch CivicScience. Dennoch würden rund 28 Prozent der Allgemeinbevölkerung erwarten, dass ihre Krypto-Investitionen als langfristige Wachstumsinvestitionen fungieren. Gut 23 Prozent würden sie als kurzfristige Anlage betrachten.

„Mehr als die Hälfte der Bevölkerung (51 %) ist der Ansicht, dass Kryptowährungen mehr oder weniger wie herkömmliche Aktien funktionieren.“

CivicScience

Quellen: CivicScience

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