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Ethereum: Vitalik Buterin – das Kryptogenie hinter der Blockchain

Der Mastermind hinter der Blockchain Ethereum: Vitalik Buterin.
Der Mastermind hinter der Blockchain Ethereum: Vitalik Buterin.
Foto: Romanpoet, VitalikButerinProfile, CC BY-SA 4.0
Was der Krypto-Szene bisher abgeht, ist eine Galionsfigur. Ethereum-Gründer Vitalik Buterin hat das Potenzial eine zu werden.

Von allen Kryptowährungen bekommt Bitcoin als die älteste und größte mit Abstand die meiste mediale Aufmerksamkeit. Berichte über neue Rekordhochs oder Kursabstürze schaffen es mittlerweile regelmäßig in die Wirtschaftsspalten großer Medienportale. Trotz der ganzen Aufmerksamkeit hat bis heute noch niemand herausgefunden, wer hinter dem Pseudonym des Bitcoin-Erfinders Satoshi Nakamoto steckt.

Bei Bitcoin gibt es keine zentrale Identifikationsfigur, kein Gesicht hinter der Blockchain. Das ist gerade in der Tech-Szene, die sich gerne um geniehafte Macher scharrt, bemerkenswert.

Buterin ist der Krypto-Musk

Anders als die mythische Figur Satoshi Nakamoto ist Ethereum-Gründer Vitalik Buterin ein medial überaus präsenter Mensch aus Fleisch und Blut. Der 23-jährige in Russland geborene Kanadier wird in der Krypto-Community als Wunderkind gefeiert und hat dort einen ähnlichen Status, wie etwa Tesla-CEO Elon Musk in der Start-up-Szene.

Journalisten und Marketeers mögen solche Lichtgestalten. Um sie herum lassen sich hervorragend Geschichten spinnen, zumal Buterins Werdegang auch ohne Sensationalismus zu beeindrucken weiß.

Vitalik Buterin erklärt Ethereum
Ethereum

Werdegang des Ethereum-Gründers Vitalik Buterin

Vitalik Buterin wurde am 31. Januar 1994 in Russland geboren. Mit sechs Jahren zogen seine Eltern (ein Computerwissenschaftler und eine Wirtschaftsanalytikerin) in der Hoffnung auf bessere Jobaussichten nach Kanada. Dort absolvierte Buterin die Grundschule, wo eine außerordentliche mathematische Begabung bei ihm entdeckt und gefördert wurde – bereits mit zehn Jahren lernte er programmieren.

Mit 17 begann sich Buterin für Bitcoin zu interessieren und begann, für den Blog Bitcoin Weekly zu schreiben. Der Blog verschwand recht schnell wieder von der Bildfläche, doch durch seine Blogartikel wurde Mihai Alisie auf Buterin aufmerksam. Gemeinsam gründeten sie im September 2011 Bitcoin Magazine, das bis heute zu den wichtigsten Publikationen innerhalb der Krypto-Szene zählt.

Buterin blieb bis 2014 bei Bitcoin Magazine – zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits das White Paper zur Blockchain Ethereum publiziert. Ethereum war das Ergebnis einer wachsenden Unzufriedenheit mit Bitcoin. Buterin hatte das Gefühl, dass das Potenzial der Blockchain-Technologie bei Bitcoin nicht ausgeschöpft werde. Mit Ethereum wollte Buterin eine Blockchain schaffen, mit der nicht nur Kryptowährungen gehandelt werden konnten, sondern die sich auch für andere Anwendungen eignet.

Die Geburt von Ethereum

Nach der Veröffentlichung des White Papers dauerte es eine Weile, bis sich Buterin voll auf die Umsetzung des Projekts konzentrieren konnte. Erst als er 2014 mit dem Thiel Fellowship über 100.000 US-Dollar bedacht wurde, hatte er genug Sicherheit, um sein Studium an der University of Waterloo abzubrechen und sich voll der eigenen Blockchain zu widmen.

Ethereum ging schließlich am 30. Juli 2015 live, nachdem das Entwicklerteam zuvor ein Jahr lang an der Umsetzung gearbeitet hatte. Finanziert wurde das Projekt über einen Online-Crowdsale, bei dem mehrere Millionen US-Dollar lukriert werden konnten.

Anders als Bitcoin, können in Ethereum über die Ethereum Virtual Machine Skripte ausgeführt werden, was das Aufsetzen von Smart Contracts erlaubt und Dapps (dezentralisierte Apps) ermöglicht. In diesen Anwendungen liegt für die meisten Experten das größte Potenzial der Blockchain-Technologie. Noch werden Smart Contracts aber in erster Linie zur Kapitalbeschaffung über ICOs (Initial Coin Offerings) genutzt.

Die Geschichte von Ethereum
Digital Assets Bitcoin

Was können wir uns vom Wunderkind Vitalik Buterin noch erwarten?

Es sind wohl nicht viele Menschen dazu fähig, mit 19 Jahren den Entwurf für eine Blockchain auszuarbeiten, die alle bisherigen Maßstäbe bricht – geschweige denn, die Idee in den Folgejahren als millionenschweres Projekt auch umzusetzen. Wohl nicht zu Unrecht ranken sich diverse Legenden um Buterins fabelhafte Intelligenz – so soll er über einen IQ von 257 verfügen.

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Mehr Informationen zu Blockchain:

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Bleibt Buterin auch weiterhin so aktiv in der Krypto-Community, ist es gut möglich, dass er in den nächsten Jahren zum Gesicht der Blockchain-Revolution wird. Seinen Platz im Forbes-Ranking der 40 einflussreichsten Menschen unter 40 hat er ohnehin jetzt schon inne.

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