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Diese neue Technologie macht euer WLAN sicherer

Das neue Sicherheitsprotokoll WPA3 soll die Lücken schließen.
Das neue Sicherheitsprotokoll WPA3 soll die Lücken schließen.
Foto: imago/Eibner
Nach fast 15 Jahren gibt es endlich einen neuen Standard für WLAN-Verbindungen. Was er kann und warum er wichtig ist, erfahrt ihr hier.

Ein neues Protokoll für die Verschlüsselung von drahtlosen Datennetzwerken soll die Sicherheit in WLANs deutlich erhöhen: WPA3. Nötig ist der sogenannte WiFi Protected Access, damit sich Geräte gegenseitig erkennen und den sicheren Austausch von Daten initiieren können. Da auch ihr höchstwahrscheinlich regelmäßig im WLAN surft, kommt euch der neue Standard ebenfalls zugute.

Was ist WPA3?

Der Vorgänger von WPA3, der bisherige Standard WPA2, wird seit 2004 am häufigsten genutzt, um zwei Geräte via WLAN zu verbinden. 2017 geriet die Sicherheit von WLAN-Verbindungen allerdings in den Fokus, da Brute-Force-Attacken vom Typ KRACK den Standard WPA2 aufgrund einer Sicherheitslücke anfällig werden ließen. Angriffe solcher Art machten es möglich, die WLAN-Verschlüsselung auszuhebeln und damit den Datenverkehr in einem WLAN zu belauschen und zu manipulieren.

KRACK-Attacke bei WPA2

Mit WPA3 folgt seit Jahren nun ein neuer Standard mit neuen Sicherheitsfunktionen, der auch den Umgang mit verschlüsselten WLANs vereinfachen soll. Das Firmenkonsortium Wi-Fi Alliance, das Geräte mit Funkschnittstellen zertifiziert, hatte ihn bereits im Januar 2018 auf der Technikmesse CES in Las Vegas vorgestellt.

Gegenüber WPA2 soll WPA3 viele Sicherheitsvorteile mit sich bringen. Während die Kompatibilität mit dem Vorgängerstandard erhalten bleibt, müssen sich Hersteller allerdings zunächst darum kümmern, dass ihre Geräte für WPA3-kompatibel werden.

Vorteile durch WPA3:

  • WiFi CERTIFIED Enhanced Open: Individuelle Datenverschlüsselung, die Daten auch in ungesicherten öffentlichen WLAN-Netzen schützen soll.
  • WiFi CERTIFIED Easy Connect: Vereinfachte Art des Verbindungsaufbaus für smarte Geräte, die keine Benutzeroberfläche oder ein Display haben, wie zum Beispiel smarte Lautsprecher. Entsprechende Geräte werden dann über einen per Smartphone abgescannten QR-Code anstelle mittels eines Passwortes mit dem WLAN verbunden.
  • Keine Anfälligkeit mehr für KRACK-Attacken: WPA3 soll auch bei schwachen Passwörtern vor Brute-Force-Attacken schützen, bei denen Hacker den Code durch vielfaches Raten herausfinden.
  • WPA3 für Heim- und öffentliche Netzwerke: In der Variante WPA3 Personal ist das neue Protokoll für die verbesserte Absicherung von heimischen Netzwerken gedacht. Die Version WPA3 Enterprise soll es dagegen ermöglichen, WLAN-Netzwerke in Bereichen zu betreiben, in den aufgrund von sensiblem Datenverkehr erhöhte Sicherheitsanforderungen bestehen. Dazu zählen etwa Regierungs- und militärische Einrichtungen, aber auch Banken und Unternehmen.

Ab wann ist WPA3 für mich verfügbar?

Bereits jetzt können sich Hersteller ihre Geräte durch die WiFI Alliance zertifizieren lassen. Androidpit zufolge soll neben komplett neuer Hardware aber auch ein Software-Update ausreichen, um ältere Geräte auf den neuen Standard nachzurüsten. Ob Hersteller darauf zurückgreifen oder lieber gleich neue Geräte gewinnbringend an den Kunden bringen, wird sich zeigen.

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Sollte euer Router WPA3 unterstützen, reicht das allerdings noch nicht aus, solange nicht auch Smartphone, Tablet und Co. damit arbeiten können. In solchen Fällen wird auf die typische WPA2-Verbindung zurückgegriffen. Bis wirklich alle Geräte auf WPA3 setzen, wird es also noch Zeit in Anspruch nehmen.

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