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Netflix läuft nicht? Diese 10 Wege führen dich zu besserem WLAN-Empfang

Zuhause ist es doch am schönsten. Besonders, wenn man die WLAN-Reichweite erhöhen kann.
Zuhause ist es doch am schönsten. Besonders, wenn man die WLAN-Reichweite erhöhen kann.
Foto: imago/ Jochen Tack
Wer nutzt eigentlich noch LAN-Verbindungen? WLAN ist da viel bequemer. Daher sollte das Signal so stark wie möglich sein. Ist das nicht der Fall, hast du ausreichend Mittel zur Verfügung, um es zu verbessern.

Du hast WLAN in der Wohnung, aber nicht in jedem Zimmer gleich starken Empfang? Das Problem ist glücklicherweise nicht neu, kann also auf verschiedenen Wegen angegangen werden. Welche Methoden in deinem Fall helfen, die WLAN-Reichweite zu erhöhen, erfährst du in unserer Auflistung.

WLAN-Reichweite erhöhen: Warum ist das nötig?

Die Vorteile von WLAN liegen auf der Hand: Du kannst dich frei in den eigenen vier Wänden bewegen und mehr als nur ein Gerät zum Surfen benutzen. Eine lästige, stationäre Verbindung per LAN-Kabel ist in Zeiten von Smartphone, Tablet und Smart Home sowieso schon längst nicht mehr denkbar.

Es gibt trotzdem auch Nachteile: Ungleichmäßigen Empfang und Störungsanfälligkeiten. Allein benachbarte WLAN-Netzwerke können dein Signal und die Internetgeschwindigkeit beeinträchtigen.

Zu viel Stau im Internet? Ändert einfach den Kanal eures WLANs

Bevor du dich daran machst, deine WLAN-Reichweite zu erhöhen, ist folgendes wichtig zu verstehen: WLAN, Bluetooth und andere funkbasierte Geräte wie Spielekonsolen oder Mikrowellen greifen auf den Frequenzbereich rund um 2,4 Gigahertz zurück. Das heißt, je mehr Geräte dieser Art in deiner Wohnung vorhanden sind, desto stärker wird dein WLAN gestört.

Gleichzeitig ist 2,4 Gigahertz auch die Resonanzfrequenz von Wasser, das wiederum in Baumaterialien mal mehr und mal weniger stark vorhanden ist. Wasser und WLAN funken quasi auf derselben Frequenz, deshalb sind beispielsweise auch feuchte Wände oder Wasserleitungen schlecht für den WLAN-Empfang.

WLAN-Störfaktoren im Überblick:

  • Wasser: Regen, Schnee, Pflanzen, feuchte Wände, Wasserleitungen, Fußbodenheizung und Baumaterialien, die einen hohen Wassergehalt aufweisen, wie Beton-, Ziegel- oder Rigipswände
  • Metall- und Stahl: Beide Materialien hemmen die Funkstrahlen. Verbaut in Decken und Wänden können sie also euer WLAN stören.
  • funkbasierte Geräte: zum Beispiel Mikrowellen, Bluetooth-Geräte, Spielekonsolen, Babyphone
  • Glasflächen: Glas reflektiert Funkwellen teilweise und führt dadurch gegebenenfalls zu WLAN-Störungen.
  • WLAN-Netze in der Umgebung: Mehrere WLAN-Router stören sich gegenseitig, insbesondere wenn es viele sind.

Wie kann ich die WLAN-Reichweite erhöhen?

Um die WLAN-Reichweite zu erhöhen, stehen dir mehrere Mittel und Wege zur Verfügung. Je nachdem, woran es bei dir scheitert, greift die eine Methode natürlich mal mehr und die andere mal weniger.

  • 1. Optimiere deinen Router

Eine ordentliche Platzierung des Routers ist einfach und manchmal schon völlig ausreichend, um die WLAN-Reichweite zu erhöhen. Hast du deinen WLAN-Router in einem etwas abgelegenen Zimmer aufgebaut, kann es vielleicht schon helfen, ihn im Flur anzuschließen und damit innerhalb der Wohnung zentraler zu platzieren.

Hast du einen neuen Router gekauft, musst du diese fünf Einstellungen beim Einrichten des WLAN-Routers beachten.

  • 2. Überprüfe die Signalstärke des WLAN

Hilft der einfache Trick nicht, musst du etwas analytischer vorgehen. Die nähere Untersuchung deines WLAN-Netzes und dem der Nachbarn erlaubt dir zumindest ein genaueres Bild darüber, auf welchen Kanälen beziehungsweise Frequenzen die Geräte laufen.

Mit verschiedenen Testprogrammen wie NetStumbler, HeatMapper oder inSSIDer scannst du die Umgebung, lässt dir alle WLANs, deren Kanalnummer und Feldstärke aufzeigen und optimierst danach den Standort und den Kanal deines Routers. Teilweise kannst du damit auch durch die eigene Wohnung laufen und dir anzeigen lassen, an welchen Stellen du mit Störungen rechnen müsstest.

  • 3. Ändere den WLAN-Kanal

Vielen ist es gar nicht bewusst, aber mit dem Ändern des WLAN-Kanals kannst du die WLAN-Reichweite erhöhen. Die meisten Geräte verfügen über 13 durchnummerierte Kanäle, die sich zum Teil überlappen.

Davon ausgeschlossen sind die Kanäle 1, 6 und 11, sie könnten also eine gute Alternative bieten. Die Kanäle 9 und 10 solltet ihr dagegen meiden, weil Mikrowellen mit derselben Frequenz betrieben werden. Generell wird empfohlen, einen um drei Kanäle höheren oder niedrigeren WLAN-Kanal zu nutzen als Router in der Nähe.

  • 4. So tauschst du die Antennen richtig aus

Viele WLAN-Router erlauben den Austausch ihrer Antennen. Du kannst also auch wesentlich stärkere Modelle installieren, eventuell sogar von Drittanbietern.

Die Ausrichtung der Antennen ist ebenfalls wichtig. Da es sich häufig um drei Stück handelt, gehst du folgendermaßen vor: Eine Antenne zeigt vertikal noch oben, eine horizontal nach vorne und die dritte horizontal zur Seite. Gibt es nur zwei Antennen, sollte eine horizontal und eine vertikal ausgerichtet werden. Das garantiert eine gleichmäßige Ausbreitung und vielleicht sogar eine Erhöhung der WLAN-Reichweite.

So empfängst du dein WLAN zu Hause besser
  • 5. Reduziere Störungen durch einen Frequenzwechsel

WLAN-Router funken standardmäßig im Bereich um 2,4 Gigahertz. Einige Router unterstützen aber auch den 5-Gigahertz-Bereich, auf dem deutlich weniger Funkverkehr stattfindet. Dazu sind wiederum auch jedoch nicht alle Endgeräte fähig, sodass ein Wechsel nicht zwingend zum Erfolg führen muss. Manchmal hilft es sogar, das 5-Gigahertz-Band abzuschalten, um die WLAN-Reichweite zu erhöhen.

  • 6. Eínfach mal ein Update machen

Klingt simpel, ist es auch. Aktualisiert die Firmware deines Routers. Das kann in Einzelfällen schon ausreichen und die Qualität deines Netzwerkes verbessern. Außerdem trägt dieser Schritt zu deiner WLAN-Sicherheit bei und kann dich vor ungwollten Hacker-Angriffen schützen.

  • 7. Zusatzgeräte wie Repeater erhöhen die WLAN-Reichweite

Wer es einfach und kostengünstig mag, kann sich einen WLAN-Repeater zulegen. Die Geräte stärken schwache Signale und müssen nur mit eurem WLAN verbunden werden. Achte darauf, dass du den Repeater dort installiert, wo das Signal gut ist. Diese Lösung bietet sich außerdem eher an, wenn du nur ein einzelnes Funkloch ausgleichen musst.

  • 8. Bastel dir ein Mesh-Netzwerk

Klappt es mit dem Repeater nicht, die WLAN-Reichweite zu erhöhen, gehst du noch ein bisschen professioneller vor. Mit Geräten wie Google Wifi kannst du ein ganzes Mesh-Netzwerk aufbauen.

Die Methode ist noch vergleichsweise neu und beinhaltet ein Set aus kleinen Geräten, die über die Fläche verteilt werden, die mit WLAN abgedeckt werden sollen. Nötig sind logischerweise mindestens zwei Geräte, die über einen eigenen Kanal kommunizieren und per App gesteuert werden können. Eines davon muss als Basis an euren Router angeschlossen werden, die anderen Geräte dienen als Satellitenstationen.

  • 9. Auch aus der Steckdose kann WLAN kommen

WLAN aus der Steckdose hört sich seltsam an, funktioniert aber mittels Powerline-Adaptern ganz gut. Es müssen keine Kabel verlegt werden und die Geräte sind recht preisgünstig. Du büßt allerdings ein paar Steckdosen ein.

Problematisch könnte sein, dass die Signalübertragung nicht gleichmäßig gut sein muss und von der Anzahl und Lage deiner Steckdosen abhängt. Auch verschiedene Hersteller lassen sich nicht zwingend kombinieren. Ansonsten benötigst du zwei Adapter, von denen einer direkt an das Modem angeschlossen wird. Das zweite Gerät wird im Funkloch-Bereich platziert.

  • 10. Alternative Lösungen im Namen der Wissenschaft

Forscher aus den USA haben eine ganz besonders spezielle Methode entwickelt, um WLAN-Reichweite zu erhöhen. Mittels Alufolie, 3D-Formen und einer bestimmten Software ist es ihnen gelungen, das Signal von Routern gezielt zu lenken.

Fazit: Schlechter WLAN-Empfang? Absolut kein Problem!

Ohne WLAN geht es heute kaum noch. Aus genau diesem Grund gibt es aber auch zahlreiche Methoden, die WLAN-Reichweite zu erhöhen. Ob über zusätzliche Geräte oder einfaches Umstellen des Routers lässt sich einiges ausprobieren.

Vielleicht liegt aber das schlechte WLAN gar nicht an deinem Router? Eventuell hilft dir das Ändern deines DNS-Servers. In anderen Fällen hat man WLAN, aber kein Internet: Dann helfen diese Tipps weiter.

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