Digital Life 

Vorsicht vor dem Handy-Daumen: Smartphones zerstören eure Gelenke

Euer Smartphone solltet ihr immer mit beiden Daumen gleichzeitig nutzen, raten Experten.
Euer Smartphone solltet ihr immer mit beiden Daumen gleichzeitig nutzen, raten Experten.
Foto: imago/Westend61
Immer mehr Ärzte warnen davor, dass der alltägliche Gebrauch des Smartphones vor allem bei jungen Nutzern zu gravierenden Gelenkschäden führen kann.

Aus dem Alltag sind Smartphones nicht mehr wegzudenken. Mit der ständigen Nutzung haben sich aber dementsprechend auch neue Krankheitsbilder entwickelt. Experten warnen deshalb mittlerweile vor dem sogenannten "Handy-Daumen". Gemeint ist hierbei die für Gelenke schädliche Nutzung des Smartphones mit nur einem Daumen.

Handy-Daumen bedeutet Symptome wie bei Rentnern

Dieser werde durch einhändiges Tippen überbeansprucht, was Verschleißerkrankungen und Sehnenscheidenentzündungen zur Folge haben kann. Bekannt waren solche Erkrankungen bisher von Personen im Alter von 65 Jahren, die auf ein Leben voller Arbeit zurückblicken. Inzwischen sind Patienten mit diesen Symptomen oft zwischen 15 und 25 Jahren alt.

Ein Problem des frühzeitigen Auftretens der Krankheit ist die begrenzte Therapiemöglichkeit. So wird im Normalfall eigentlich Kortison gespritzt, bei jungen Menschen sei diese Behandlung laut Experten aber absolut mit Vorsicht zu genießen: „Der Patient, beziehungsweise die Sehne, hat noch das ganze Leben vor sich. Da kann es noch echte medizinische Probleme geben, bei denen Kortison unverzichtbar ist“, so Stefan Langer, Bereichsleiter der Plastischen, Ästhetischen und speziellen Handchirurgie am Universitätsklinikum Leipzig, gegenüber Focus.

Lasst das Handy weg oder benutzt beide Daumen

Ein Rat, den er geben könne, wäre es, das Smartphone bei auftretenden Schmerzen wegzulassen und etwa eine Woche abzuwarten. In diesem Zeitraum müssten die Schmerzen von allein verschwinden. Andere Experten raten, von vornherein immer beide Daumen bei der Handy-Nutzung zu beanspruchen.

Dass Smartphones immer häufiger zu gesundheitlichen Schäden führen, ist nicht neu. Augenärzte warnen beispielsweise schon seit einiger Zeit davor, dass Handys zu Kurzsichtigkeit führen können. Noch schlimmer soll sich das blaue Licht von Displays auf das menschliche Auge auswirken. Nur der Aberglaube an gefährliche Handystrahlung hat sich bisher nicht wissenschaftlich nachweisen lassen.

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