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Wie Instagram und Facebook gegen ihre Junkies vorgehen

Drogendealer machen auch auf Instagram und Facebook ihre Geschäfte.
Drogendealer machen auch auf Instagram und Facebook ihre Geschäfte.
Foto: imago/PhotoAlto
Bei Instagram und Facebook tummeln sich auch Dealer, die versuchen, ihren Stoff über das Netzwerk zu vertreiben. Die Netzwerke gehen dagegen vor – aber nur indirekt.

Bereits im April unternahm Instagram einen Versuch, Drogendealern das Geschäft zu erschweren. Dazu sperrte man bestimmte Einträge der Hashtag-Suche (darunter Begriffe wie „#XanaxLife“), erreichte damit jedoch vergleichsweise wenig. Grund für die Maßnahme könnte die gestiegene Anzahl an Toten durch synthetische Opiate im Jahr 2017 spielen. Diese führt das Center für Centers for Disease Control and Prevention (CDC) unter anderem auf Netzwerke wie Facebook und Instagram zurück.

Facebook und Instagram bieten Hilfe an

Bereits vergangenen Monat begann Facebook mit ersten – etwas aktiveren – Maßnahmen gegen den Drogenhandel über die Plattform. Sucht ein Nutzer dort nun nach Drogen, wird er auf eine „Can we help?“ (dt.: „Können wir helfen?“)-Box umgeleitet, die Dinge mitteilt, wie "Wenn du oder jemand, den du kennst, mit Opiatmissbrauch kämpfen, möchten wir dir helfen, Wege zu finden, um kostenlose und vertrauliche Behandlungsempfehlungen zu erhalten sowie Informationen über Substanzgebrauch, Prävention und Genesung.“

Wie TechCrunch berichtet, hat nun auch Instagram ein Hilfe-Fenster wie Facebook in Gebraucht. Immerhin gehört Instagram zu Facebook.

Das Fenster soll immer dann aufploppen, wenn ein Nutzer nach Opiaten, verschreibungspflichtigen Medikamenten oder anderen illegalen Substanzen sucht. Die Netzwerke bieten auf diese Weise Drogensüchtigen aktive Hilfe an.

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Statement von Instagram: Probleme verstehen und bekämpfen

"Instagram ist für uns ein sicherer und offener Ort, an dem Menschen ihr tägliches Leben teilen können", erklärt die Instagram-Leiterin für Öffentlichkeitsarbeit, Karina Newton. "Eines der inspirierendsten Dinge an Instagram ist, dass Leute zusammenkommen können, um einander zu unterstützen. Menschen aus der ganzen Welt nutzen Hashtags, Kommentare und mehr, um Unterstützung anzubieten und Communities zu finden, die die Probleme verstehen, mit denen sie zu kämpfen haben."

"Die Opiat-Epidemie ist ein Problem, das Millionen von Menschen betrifft, und wir wollen unsere Plattform nutzen, um Ressourcen für diejenigen bereitzustellen, die sie brauchen – an den Orten, an denen sie Hilfe suchen. Dies ist ein wichtiger Schritt für uns in unserem fortwährenden Engagement, Instagram zum freundlichsten und sichersten sozialen Netzwerk zu machen", so Newton.

Zweifel an der Wirksamkeit

Zwar können die Nutzer das Fenster einfach wegklicken. Wer jedoch willens ist, Hilfe anzunehmen, kann sie dort finden. Allerdings gehen Instagram und Facebook damit nicht direkt gegen die Dealer vor. Das könnte an der bewussten Tatsache liegen, dass sich die Dealer einfach ein neues Konto anlegen und den Handel fortsetzen könnten.

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