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Wie gefährlich ist Online-Banking wirklich? Diese 4 Tipps schützen dich

Sicheres Online-Banking: Wir haben 4 Tipps, die eure Transaktionen sicher machen.
Sicheres Online-Banking: Wir haben 4 Tipps, die eure Transaktionen sicher machen.
Foto: Pixabay | Pexels
Online-Banking geht schnell, ist einfach und angeblich sicher. Wir erklären dir, warum das Überweisen von Geld per App nicht immer eine gute Idee ist.

Online-Banking ist super bequem und funktioniert besonders am Smartphone sehr schnell. Aber wer davon ausgeht, dass die Bank-App auf dem Handy schon sicher genug ist, der hat sich geirrt. Wir zeigen dir, wie du sicheres Online-Banking betreiben kannst.

Was heißt sicheres Online-Banking?

Grundlage für sicheres Online-Banking ist ein gut geschützter Computer beziehungsweise ein gut geschütztes Handy. Besonders die App-basierten TAN-Verfahren bieten eine große Angriffsfläche für Betrüger. Dabei sind die Banking-Apps nicht immer die Schwachstelle, sondern eher das Betriebssystem deines Smartphones. Wenn jemand dein Handy gehackt hat und es mit Schadsoftware infiziert wird, lässt sich fast jede App knacken.

Darauf solltet ihr für ein sicheres Online-Banking achten

1. Phishing-Schutz

Dein Gerät kann unter anderem durch Phishing-Mails infiziert werden. Bei merkwürdigen Absendern und Aufforderungen zur Passwortfreigabe solltest du besonders vorsichtig sein und die Phishing-Mail melden.

Achte auch darauf, bei öffentlich zugänglichen WLAN-Netzwerken (Hotspots) niemals Online-Banking zu betreiben. Meist sind diese Netzwerke ungesichert und Hacker haben es dann nicht schwer auf deine sensiblen Daten zuzugreifen.

Am PC kannst du im Browser den Phishing-Schutz aktivieren. In Firefox werden zum Beispiel dadurch verdächtige Seiten blockiert. So funktioniert es:

  1. Klicke im Firefox-Browser oben rechts auf die drei Balken und wähle "Einstellungen" aus.
  2. Wähle in der linken Menüleiste das "Schloss"-Zeichen aus. Du gelangst dann zu der Seite "Datenschutz und Sicherheit".
  3. Scrolle runter zum Punkt "Sicherheit" und setze alle drei Häkchen unter "Schutz vor betrügerischen Inhalten und gefährlicher Software".

2. Software aktualisieren

Besonders bei Handys ist es wichtig, das Betriebssystem immer auf dem Laufenden zu halten. Vor allem Android-Handys sind anfälliger auf Hackerangriffe, weil Dritthersteller wie Samsung das Betriebssystem an die Geräte anpassen müssen. Dadurch gibt es viele unterschiedliche Versionen von Android, bei die die Hersteller nicht immer schnell genug updaten können.

Als iOS-Nutzer musst du dir in der Hinsicht weniger Sorgen machen. Die Software ist nicht unbedingt besser programmiert. Apple kann jedoch die Sicherheitslücken schneller schließen, da es nur wenige verschiedene Geräte gibt und die Software dafür selbst von der Firma geliefert wird.

3. Sicherheit bei TAN-Verfahren

Online-Banking funktioniert in der Regel über ein TAN-Verfahren. Bei den verschiedenen Banken gibt es da die unterschiedlichsten Verfahren. Hier ist eine Liste mit den unterschiedlichen Möglichkeiten und was du dabei beachten solltest:

  • TAN-Listen: Früher waren die Papier-TAN-Listen weit verbreitet. Heute sind diese jedoch nicht mehr sicher und werden von vielen Banken abgeschafft.
  • mTAN: Beim mTAN-Verfahren erhälst du per SMS einen Code, den du für sicheres Online-Banking nutzen kannst. Sollte dein Handy gehackt worden sein, haben es Kriminelle leicht, an dein mTAN heranzukommen. Zudem fallen bei einigen Banken Gebühren pro SMS an.
  • photoTAN: Mit der photoTAN kannst du sowohl auf zwei Endgeräten (zum Beispiel Handy und Computer) als auch alleine auf dem Smartphone Online-Banking betreiben. Willst du am Computer Geld überweisen, erscheint eine Grafik (ähnlich einem QR-Code) auf deinem Bildschirm. Mit deinem Handy scannst du diese und erhälst eine TAN, mit der du die Überweisung durchführen kannst.
  • Du kannst aber auch komplett am Smartphone in der Bank-App die Überweisung durchführen und über eine separate TAN-App den Code erhalten. Denke aber daran, dass die Überweisung über ein Gerät sehr viel unsicherer ist, als den Vorgang über zwei Endgeräte durchzuführen: Es ist unwahrscheinlicher, dass beide Geräte mit Schadsoftware infiziert sind. Ein weiterer Pluspunkt der photoTAN: In der Regel wird diese Methode kostenlos angeboten.
  • chipTAN: Bei diesem Verfahren hast du ein kleines Extra-Gerät, in das die Bankkarte geschoben wird. Die IBAN des Empfängers und der Betrag werden über einen Code an das Gerät übertragen und daraufhin generiert es eine auftraggebundene TAN. Das Gerät funktioniert offline und bietet somit kaum Angriffsfläche für Kriminelle.

4. Überweisungslimit setzen

Wer schon gehackt wurde, kann sich dennoch zu einem gewissen Grad schützen: Mit dem Überweisungslimit. In deinen Online-Banking-Einstellungen kannst du zum Beispiel ein Überweisungslimit von maximal 1000 Euro angeben. So ist dann der Schaden nicht all zu groß.

Fazit: Sicheres Online-Banking über Smartphones ist nur begrenzt gut

Eine Überweisung per App ist schnell getan, aber auf keinen Fall 100 Prozent sicher. Online-Banking-Apps sind ein lohnenswertes Ziel für Hacker – ist dein Handy mit Schadsoftware infiziert, bringt auch die sicherste App nichts. Sicheres Online-Banking ist eher durch Überweisungen über zwei Geräte gewährleistet. Das photoTAN-Verfahren solltest du immer in Verbindung mit deinem Rechner durchführen. Eine chipTAN ist da vielleicht sogar die sicherste Online-Banking-Methode momentan.

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