Ein unterirdischer Brand in einem Kabelkanal hat am Sonntag in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul für großflächige Netzausfälle gesorgt. Betroffen war mitunter die Telekomtochter KT, sodass mehr als 210.000 Haushalte sowie diverse weitere Anschlüsse plötzlich ohne Internetanbindung dastanden.

Zentralisierte Systeme bergen Risiken

Wie die unabhängige, südkoreanische Zeitung Hankyoreh berichtet, sei der Vorfall ein glänzendes Beispiel dafür, dass zentralisierte Systeme massive Risiken bergen. Gerade im Rahmen der Digitalisierung bieten sie eine ideale Angriffsfläche, um Kommunen und sogar Staaten flächendeckend vom Netz zu nehmen.

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Hinzu komme der mangelnde Brandschutz, durch den ein solches Feuer hätte verhindert werden können. So verfügte der betroffene Kabelkanal offenbar über kein automatisches Feuerlöschsystem, da dies erst ab einer Tunnellänge von 500 Metern vorgeschrieben ist. Rund 200 Feuerwehrleute benötigten insgesamt über zehn Stunden, um das Feuer mitsamt aller Glutnester vollständig zu löschen.

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