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Flugzeug-Mythen: Nur aus diesem Grund gehört deine Fensterblende beim Start nach oben

Flugzeugfenster müssen offen sein. Der Grund dafür ist unvermutet.
Flugzeugfenster müssen offen sein. Der Grund dafür ist unvermutet.
Foto: imago/Norbert Schmidt
Wir kennen sie alle, die Sicherheitshinweise während der Start- und Landephase. Neben dem Flugmodus gibt es aber noch anderes, das komisch wirkt. Was hat es zum Beispiel mit den offenen Fenstern auf sich?

Bevor ein Flieger abheben kann, passiert immer eines: Das Bordpersonal erklärt dir, was du tun musst, um den Sicherheitsstandards gerecht zu werden. Dazu zählen einige merkwürdige Aufforderungen zum Einhalten der Flugsicherheit. Unter anderem die Bitte, die Blenden am Flugzeugfenster geöffnet zu halten. Wozu aber soll das gut sein?

Flugmodus nicht angemacht?

Jeder hat es schon einmal vergessen. In Zukunft könnte dich dein Smartphone aber teuer zu stehen kommen, wenn der Flugmodus nicht an ist beim Fliegen.
Flugmodus nicht angemacht?

Flugzeugfenster: Deshalb gehört die Blende nach oben

Tatsächlich gibt es einen ganz banalen Grund für die Flugzeugfenster-Regel: Im Ernstfall muss gewährleistet sein, dass die Crew einen ungehinderten Blick nach draußen hat. Das gilt nicht nur für den Start und die Landung, sondern auch bei unerwarteten Turbulenzen in der Luft. Außerdem ist die Orientierung bei natürlichem Licht deutlich leichter.

Da die Start- und Landephase mit dem größten Risiko für Notfälle behaftet sind, erklärt sich auch, warum jeweils gesondert daraufhin gewiesen wird. Immerhin sollten auch Rettungskräfte vom Rollfeld aus einen guten Blick auf Passagiere, Mannschaft und Innenleben des Fliegers haben.

Am Mythos Flugmodus ist übrigens auch einiges anders als vermutet.

Weitere Flugzeug-Mythen

Geöffnete Flugzeugfenster sind aber nicht alles, was du beachten musst. Dabei sind auch die folgenden Sicherheitshinweise nicht immer ganz schlüssig:

  • Sitz in aufrechte Position bringen: Ein zurückgeklappter Sitz könnte die Evakuierung eines Flugzeuges behindern, weil er die Person dahinter einklemmt. Jeder sollte in möglichst kurzer Zeit seinen Platz verlassen können.
  • Den Tisch hochklappen: Auch ein heruntergeklappter Tisch könnte im Notfall die Evakuierung erschweren, weil ein Passagier beim Verlassen des Sitzes behindert wird.
  • Handgepäck unter den Vordersitz packen: Deine Tasche könnte leicht zu einer Art Projektil werden und andere oder dich selbst verletzen.
  • Gedimmtes Licht bei Start und Landung: Ähnlich den Blenden am Flugzeugfenster soll das gedimmte Licht dazu dienen, dass sich die Augen von Passagieren und Crew schnell an die Lichtverhältnisse gewöhnen. Sollte bei einem Notfall das Licht ausfallen, ist die Orientierung einfacher.
  • Laptops aus den Taschen nehmen bei der Sicherheitskontrolle: Tragbare Computer sind mögliche Verstecke für Sprengstoff. Werden sie ohne Tasche in die Sicherheitskontrolle übergeben, können sie besser inspiziert werden.

Fazit: Klingt komisch, ist aber sinnvoll

So seltsam die einzelnen Sicherheitshinweise auch klingen mögen, selbst ein geöffnetes Flugzeugfenster ist sinnvoll, wenn es ums nackte Überleben geht. Wusstest du übrigens, dass Eis für Flugzeuge richtig gefährlich werden kann? Wirklich mysteriös wird es allerdings beim verschollenen Flug MH370. Ein Forscher will ihn nämlich gefunden haben.

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