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Mischung aus Rakete und Flugzeug: Virgin Galactic schickt 2020 Touristen ins All

Als Normalsterblicher ins All fliegen: Virgin Galactic macht es schon im nächsten Jahr möglich.
Foto: imago images / ZUMA Press
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Wer es sich leisten kann, kann sich 2020 einen Menschheitstraum erfüllen: Virgin Galactic bietet ab kommendem Jahr Flüge ins All an.

Es war lange geplant, nächstes Jahr ist es endlich soweit: Mit Virgin Galactic können Touristen schon ab 2020 ins All fliegen. Das kündigte der Chef des Weltraumunternehmens, George Whitesides, bei der Eröffnung des neuen Virgin-Galactic-Kongresszentrums in New Mexico an. Doch der Ausflug ins Universum wird ein teurer Spaß, den sich nur wenige leisten können.

Mit Virgin Galactic ins All fliegen: Nichts für Sparfüchse

Die kommerzielle Raumfahrt soll noch im kommenden Jahr beginnen: Mit einer Mischung aus Rakete und Flugzeug können zahlungswillige Touristen mehrere Minuten in der Schwerelosigkeit verbringen und ihren Heimatplaneten durch Fenster von oben beobachten.

Dafür müssen sie 20.000 Euro blättern. Das ist jedoch nur die Anzahlung: Insgesamt werden 200.000 Euro für den Ausflug fällig. Dennoch leidet die Nachfrage nicht: Nach eigenen Angaben registrierte das Unternehmen bisher Reservierungen von mehr als 600 Menschen aus 60 Ländern. Die Warteliste wird vermutlich nur langsam abgearbeitet werden können: Das Flugzeug ist lediglich für sechs Passagiere und zwei Piloten ausgelegt.

Das All fasziniert Forscher, Bürger und mächtige Unternehmen.

Nicht ganz ungefährlich

Bei dem Projekt, Touristen ins All zu schießen, hatte es Verzögerungen gegeben. Eigentlich sollte die kommerzielle Raumfahrt schon viel früher starten.2014 war jedoch eine Maschine bei einem Testflug über Kalifornien auseinandergebrochen, der Co-Pilot zahlte dafür mit seinem Leben.

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Auch wenn der Hybrid aus Flugzeug und Rakete jetzt als sicher gilt: Für ängstliche Flugreisende ist das Abenteuer dennoch nicht ratsam.

Viele werden sich den Ausflug ins All mit Virgin Galactic nicht leisten können. Doch wer weiß, vielleicht gibt es bald schon eine erschwingliche Alternative. Astronaut Alexander Gerst geht davon aus, dass sich bald alle den Weltraumtourismus leisten können. Die hohen Preise sind jedoch nicht ganz ungerechtfertigt: So viel kostet es für die NASA, ins All zu fliegen.

Di, 18.06.2019, 10.46 Uhr

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