Eine aktuelle Analyse der New York Times hat Erschreckendes ans Licht gebracht. Allein in den USA hat die Handy-Überwachung ein beängstigendes Ausmaß angenommen denn dort gibt es bereits eine ganze Industrie, die darauf ausgerichtet ist, Handys zu orten.

Handy-Überwachung: 50 Milliarden Standorte von 12 Millionen Nutzern

In den USA ist es legal, ein derartiges Geschäftsmodell zur Handy-Überwachung und zum Verkauf der Daten an Dritte aufzubauen. Während es diesen Unternehmen leicht gemacht wird, ist es für Handy-Besitzer hingegen umso schwieriger, sich dagegen zu verwehren.

Der Untersuchung der New York Times lagen Daten zugrunde, die 50 Milliarden Standortpunkte von über 12 Millionen Handy-Nutzern umfassten. Laut NYT ist dies die „mit Abstand größte“ Datei, die bisher von Journalisten analysiert wurde. Zur Verfügung gestellt wurde sie von anonymen Quellen, soll jedoch keiner Regierungsbehörde und keinem Telekommunikationsunternehmen gehören.

Personen und Handys zu orten, ist trotz anonymer Daten sehr leicht

Dass solche Daten für Handy-Überwachung ganz legal erworben werden können, ermöglicht es Käufern, ein sehr persönliches Bild täglicher Routen und Abläufe zu zeichnen, wie die NYT sich auf Twitter äußert. Denn obwohl die Informationen anonym sind, zeigte die Analyse der NYT, dass sich ein Punkt auf der Karte leicht mit einer Identität im realen Leben in Verbindung bringen lässt. Die Journalisten selbst konnten Personen und Handys orten, die die Playboy-Villa oder Johnny Depps Haus besuchten.

— New York Times Opinion (@nytopinion) December 19, 2019

Personen und Handys zu orten, ist trotz anonymer Daten sehr leicht

Dass solche Daten für Handy-Überwachung ganz legal erworben werden können, ermöglicht es Käufern, ein sehr persönliches Bild täglicher Routen und Abläufe zu zeichnen, wie die NYT sich auf Twitter äußert. Denn obwohl die Informationen anonym sind, zeigte die Analyse der NYT, dass sich ein Punkt auf der Karte leicht mit einer Identität im realen Leben in Verbindung bringen lässt. Die Journalisten selbst konnten Personen und Handys orten, die die Playboy-Villa oder Johnny Depps Haus besuchten.

„Mit der Hilfe öffentlich verfügbarer Informationen wie Adressen konnten wir Prominente ganz leicht identifizieren und verfolgen. Wir überwachten Militärbeamte auf ihrem Weg nach Hause. Wir verfolgten Strafverfolgungsbeamte, während sie ihre Kinder zur Schule brachten“, beschreibt der Bericht.

So schützt du dich vor Handy-Überwachung

Eine derartige Handy-Überwachung dürfte in Deutschland aufgrund deutlich strengerer gesetzlicher Regelungen zum Datenschutz unwahrscheinlich sein. Dennoch bist du nicht zwingend sicher davor, dass jemand dein Handy orten kann.

Willst du der Handy-Überwachung entgehen, solltest du den Überblick über die privaten Informationen auf deinem Smartphone nicht verlieren. Mit Hilfe verschiedener Apps kannst du diese Daten schützen und besser kontrollieren.

Noch gezielter gehst du vor, wenn du jeder deiner Apps die Berechtigung, auf deinen Standort zugreifen zu dürfen, entziehst. Android und iOS erlauben solche sehr speziellen Einstellungen mittlerweile. Der einzige Nachteil: Deine App funktioniert danach womöglich nicht mehr so uneingeschränkt wie vorher. Manche Apps solltest du dagegen direkt löschen, wie diese Spionage-Apps.

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