Trotz scharfer Gesetze und moderner Technologien kommt es noch immer regelmäßig zu Datenschutzverletzungen. Diese finden teils sogar in großem Stil statt. Nun ist etwa eine Datensammlung aufgetaucht, in der gut 3,2 Milliarden Passwörter, die gehackt und veröffentlicht wurden, offen einsehbar sind. Betroffen sind mitunter die Plattformen Netflix, LinkedIn, Exploit.in, Bitcoin und viele weitere.

Passwörter gehackt: Datensammlung legt sie offen

Bislang hielt die „Collection #1“ den Rekord für das größte Leak seiner Art. Die Sammlung wurde im Januar 2019 veröffentlicht und enthält rund 773 Millionen einzigartige E-Mail-Adressen. Die nun enthüllte „Compilation of Many Breaches“ (COMB) stellt diese Enthüllung jedoch weit in den Schatten. Aus unterschiedlichen Aktionen fasst sie, wie ihr Name verrät, E-Mail-Adressen und Passwörter, die gehackt wurden, zusammen.

Nachrichtenanalysten des digitalen Risikoschutz-Unternehmens 4iQ bemerkten cybernews zufolge auch, dass es sich bei dem Leck nicht nur um eine Liste handelte, sondern um eine „interaktive Datenbank“, die „schnelle (eine Sekunde Reaktionszeit) Suchvorgänge und den Import neuer Datenschutzverletzungen“ ermöglichte. Angesichts der Tatsache, dass Menschen Passwörter für ihre E-Mail-, Social-Media-, E-Commerce-, Bank- und Arbeitskonten wiederverwenden, können Hacker Account-Hijacking oder Account-Takeover automatisieren.“

Die Auswirkungen dieser neuen Sicherheitsverletzung auf Verbraucher und Unternehmen könnten beispiellos sein. Da die meisten Menschen ihre Passwörter und Benutzernamen über mehrere Konten hinweg wiederverwenden, stellen Angriffe zum Ausfüllen von Zugangsdaten die größte Bedrohung dar. Abzuwarten bleibt, ob die entsprechenden Informationen auch von der HIBP-Datenbank übernommen werden, damit du hier bald überprüfen kannst, ob auch du betroffen bist.

Sichere dein Passwort

Ein beliebter PDF-Viewer kämpfte bereits im Januar mit ernsthaften Schwierigkeiten. Es wurde eine Vielzahl an Passwörtern gehackt und veröffentlicht. Übrigens: Die Zeichenfolge „ji32k7au4a83“ mag zufällig erscheinen, doch das ist sie keineswegs. Wir verraten dir, wieso sie kein sicheres Passwort abgibt.

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