Ein Alltag ohne Google findet bei vielen kaum noch statt. Vor allem wenn es darum geht, Dateien mit mehreren Personen gemeinsam zu bearbeiten, bietet sich die Cloudlösung Google Drive an. Je mehr dort aber auch für andere freigegeben ist, desto unübersichtlicher wird es, wie viele Personen diese Google-Daten tatsächlich einsehen können. Dass der Blick darauf ziemlich überraschen kann, zeigt ein spezielles Analyse-Werkzeug.

Google Drive-Zugang: Mach dich auf eine Überraschung gefasst

Alles, was du für den sofortigen Überblick brauchst, ist die Webseite WhoHasAccess.com. Sie wirbt selbst mit dem Slogan „Finde heraus, wer Zugang zu deinem Google Drive hat. Du wirst überrascht sein.“ Damit suggeriert das Tool zumindest, dass es nicht schaden kann, sich die für deine Google-Daten freigegebenen Personen einmal näher anzuschauen.

Und tatsächlich zeigt ein kurzer Test in der futurezone.de-Redaktion, dass mehr Menschen aufgeführt werden als erwartet. Bei einigen stellt sich sogar die Frage, in welchem Zusammenhang eine Freigabe für Google Drive überhaupt erfolgt sein soll. Unser Testlauf zeigt beispielsweise bei sieben gescannten Ordner mit 156 Dateien, die mit dem ausgewählten Gmail-Konto verknüpft sind, ganze 82 Personen, die die dortigen Google-Daten mindestens einsehen können.

Nutzung ist eine Frage des Vertrauens

Willst du dir über WhoHasAccess.com einen eigenen Überblick zu deinem Google Drive verschaffen, hier einige Vorabinformationen.

  • WhoHasAccess.com wird deinen Mail-Account scannen. Die Seite betont dazu, dass man sehr auf Datenschutz achte und alle gesammelten Daten innerhalb von 24 Stunden sowie den Zugang zu deinem Mail-Konto löschen wird.
  • Hast du ein Konto ausgewählt, musst du dich dafür zunächst mit deinem Passwort anmelden. Dann fragt WhoHasAccess.com nach der Erlaubnis, alle deine Google Drive-Dateien ansehen, bearbeiten und löschen zu dürfen.
  • Hast du dem zugestimmt, gibt es während des Scan-Prozesses noch einen Notfall-Button, der dir den Abbruch und die sofortige Löschung der bis dahin gesammelten Google-Daten erlaubt.
  • Zudem bekommst du eine Mail von WhoHasAccess.com an die ausgewählte Adresse, in der du über den Vorgang noch einmal informiert wirst.

Lässt du die Seite bis zum Ende gewähren, wird die schließlich eine Liste der Personen und ihrer Mailadressen angezeigt, die Zugang zu deinem Google Drive haben. Klickst du auf einen Namen, erhältst du Einsicht, für welche Dateien der Zugang erlaubt wurde und kannst entscheiden, ob du diesen löschen oder die Person kontaktieren möchtest.

Aktuelle Google-News

Entwickelt wurde das Projekt (zur Seite) nach eigener Angabe in Deutschland, wer genau dahinter steckt, wird auf der Seite selbst allerdings nicht angegeben. Lediglich eine Kontaktadresse für E-Mails ist auffindbar.

Google hat inzwischen übrigens eine neuen Methode, dich zu tracken. Es kann daher nicht schaden, einmal zu prüfen, was Google eigentlich über dich weiß. Auch dafür gibt es eine Webseite.

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