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Bitcoin-Tweets: Droht Elon Musk wegen Marktmanipulation das Gefängnis?

Tesla-CEO Elon Musk wird wegen seiner Twitter-Aktivitäten kritisiert.
Tesla-CEO Elon Musk wird wegen seiner Twitter-Aktivitäten kritisiert.
Foto: Will Heath/NBC/NBCU Photo Bank via Getty Images, Backyard Productions, yupiramos [M] via Canva.com
Artikel von: Moritz Serif
Der Vorwurf lautet Marktmanipulation. Auch die US-amerikanische Börsenaufsicht ermittelt gegen den Tesla-Chef.

Elon Musks Beziehungen mit Kryptowährungen gleichen buchstäblich einer Hassliebe. "Ziemlich brilliant" sei die Struktur von Bitcoin, verkündete der Tesla-Gründer vor knapp zweieinhalb Jahren in dem Podcast "Ark Invest".

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Elon Musk akzeptierte Bitcoin zwischenzeitlich

Zwischenzeitlich akzeptiere Musk die Kryptowährung sogar als Zahlungsmittel bei seinem Unternehmen, was zu einem zwischenzeitlichen Kursanstieg auf 50.000 US-Dollar führte. Das war noch im März 2021.

Weshalb Elon Musk den Bitcoin fallen ließ

Am 12. Mai folgte der Schock für Bitcoin-Investoren. Musk verkündete plötzlich, dass man keinen Tesla mehr mit der Kryptowährung kaufen könne.

"Der Energieverbrauch in den vergangenen Monaten ist Wahnsinn", verkündete der Unternehmer auf Twitter.

Bitcoin ging nach Musk-Tweet in die Knie

Zwischenzeitlich sackte der Kurs daher auf 45.700 US-Dollar ab, wie die Tagesschau berichtete. Wie aus dem Nichts folgte plötzlich der nächste Tweet.

Musk twitterte ein zerbrochenes Bitcoin-Herz. Die Währung fiel auf 36.000 Dollar.Auch über die Kryptowährung Doge Coin twitterte der Tesla-Chef immer wieder in der jüngeren Vergangenheit.

Twitter: Elon Musk pusht den Dogecoin

"Dogecoin ist für die Menschen" oder Space X würde sie buchstäblich auf dem Mond landen lassen. Die Folge: der Kurs stieg gewaltig an.

Mittlerweile hat sich das dezentrale Kollektiv Anonymous Elon Musk vorgeknöpft. Der Unternehmer habe mit den "Spielchen mit den Kryptomärkten" Leben zerstört, sei ein "narzistisch reicher Kerl" und leide an einem Aufmerksamkeitssyndrom.

Droht Elon Musk wegen Manipulation Gefängnis?

Doch der Gründer muss sich auch die berechtigte Frage stelle, ob er sich wegen Marktmanipulation strafbar gemacht haben könnte.

In den USA werden kriminelle Manager regelmäßig zu extrem hohen Haftstrafen verurteilt.

Bitcoin-Tweets: Auch Tesla profitierte

Denn wenn Unternehmen in der Vergangenheit bekanntgegeben hatten, Kryptowährungen zu akzeptieren, sorgte das meist für Preisbewegungen.

Auch Elon Musk hat davon profitiert. Als der Bitcoin gut stand, verkaufte Tesla 10% seiner Werte und machte dabei 101 Millionen US-Dollar Gewinn.

Tesla mit sattem Gewinn - juristische Grauzone

Gleichzeitig konnte das Unternehmen dadurch seinen Gewinn im ersten Quartal 2021 um fast 30% erhöhen.

Solche Praktiken liegen grundsätzlich in einer Grauzone. "Wenn Sie Aktien kaufen, um den Preis nach oben zu treiben, damit andere sie kaufen, ist das Marktmanipulation", sagt Matt Levine, Bloomberg-Journalist.

Twitter-Posts: SEC leitet Untersuchung gegen Musk ein

Die Frage, ob Elon Musk mit seinen Twitter-Aktivitäten Marktmanipulation begangen habe, sei allerdings nicht eindeutig zu beantworten, da ihm hierfür Vorsatz nachzuweisen wäre.

Außerdem ist der Kryptomarkt im Gegensatz zur Börse noch nicht gesetzlich geregelt. Dennoch hat die US-Börsenaufsicht SEC eine Untersuchung eingeleitet. Im Fokus stehen die Twitter-Aktivitäten und Teslas Investionen in Bitcoin Elon Musks.

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