Malware rechtzeitig aufzuspüren, ist goldwert. Denn fehlt der Virenschutz, kann die Schadsoftware problemlos und ungestört ihre schädlichen Funktionen ausführen. Jetzt geht das aber auch ohne. Forschende haben nämlich den ersten Raspberry Pi-Computer mit internem Malware-Detektor erfunden.

Raspberry Pi mit eigener Malware-Erkennung

Der Raspberry Pi ist ein bereits kompakter Einplatinencomputer, der verschiedene elektronische Komponenten vereint. Doch jetzt kommt dem noch eine weitere, neuartige Funktion hinzu: Das Erkennen von Schadprogrammen. Und das ganz ohne die Hilfe von Virenschutz-Softwares.

Hinter dem Ganzen steckt eine bahnbrechende Erkenntnis: Malware sondert ganz bestimmte elektromagnetische Wellen ab. Deshalb funktioniert das neue Erkennungssystem über einen Scan nach diesen Wellen, so die Forschenden.

Doch diese Erfindung beschränkt sich nicht nur auf die simple Erkennung von Schadprogrammen. Laut des Forscher:innen-Teams liefert dieses, neben dem bloßen Vorhandensein der Malware, auch Erkenntnisse über die Art und Identität der Schadsoftware.

Fazit: Der Malware-Detektor ist sehr effektiv

Das Malware-Erkennungssystem des Raspberry Pi-Computers wurde lange mit Schadprogrammen trainiert. Dieser Fortschritt allein ist schon sehr faszinierend. Noch beeindruckender ist aber, dass das Forscher-Team es auch geschafft hat, Aussagen über den Bedrohungsgrad zu generieren.

Allerdings handelt es sich bei dem Raspberry Pi lediglich um ein Versuchsmodell. Es wird also noch lange dauern, bis die Malware-Erkennung auf den Markt kommt. Bis dahin müssen wir uns mit den üblichen Tipps und Tricks gegen Malware-Schäden zufriedengeben.

Quelle: ACM Digital Library, eigene Recherche

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