Seit dem 24. Februar marschieren Truppen der Russischen Föderation in der Ukraine ein. Unterschiedlichen Medienberichten zufolge ist zudem ein rund 60 Kilometer langer Militärkonvoi, wenn auch langsam, auf dem Weg nach Kiew. Sanktionen gegen Russland, diplomatische Gespräche und Hilfspakete für die Ukraine sollen das Schlimmste verhindern. An Letzterem beteiligen sich aber nicht nur Staaten aus aller Welt, sondern auch Unternehmer wie Elon Musk.

Vergangenen Samstag aktivierte Musk das Satelliteninternet für die Ukraine. Schon am Montag traf eine großzügige Lieferung von Terminals ein. Sie sollen vor allem in den Brennpunkten des Krieges die Kommunikation aufrechterhalten. Doch ist die Nutzung des Dienstes riskant – das weiß auch Elon Musk.

„Wenn Putin den Luftraum über der Ukraine kontrolliert, werden die Uplink-Übertragungen der Nutzer zu Leuchtfeuern“, erklärte John Scott-Railton bereits einen Tag bevor die Empfänger ihr Ziel erreichten. Scott-Railton ist leitender Wissenschaftler bei The Citizen Lab und hat seine Warnung vor Starlink ausführlich begründet. Dem schließt sich mittlerweile auch der SpaceX-Chef an.

„Wichtige Warnung: Starlink ist das einzige nicht-russische Kommunikationssystem, das in einigen Teilen der Ukraine noch funktioniert, daher ist die Wahrscheinlichkeit zur Zielscheibe zu werden hoch. Bitte verwenden Sie es mit Vorsicht. Schalten Sie Starlink nur bei Bedarf ein und platzieren Sie die Antenne so weit wie möglich von Menschen entfernt.“

Elon Musk (via Twitter)

Können sich die Menschen schützen?

Musk selbst empfiehlt, leichte Tarnung über der Antenne des Starlink-Terminals anzubringen. Auf diese Weise sollen Menschen zumindest den visuellen Kontakt vermeiden können. Glaubt man aber den vorangegangenen Ausführungen des Citizen Lab-Wissenschaftlers, dürfte diese Maßnahme kaum Schutz bieten.

Tatsächlich scheint es am sinnvollsten, die Terminals ausschließlich im äußersten Notfall einzusetzen. Denn wie schon Scott-Railton erklärte entsendet die Nutzung ein regelrechtes Leuchtfeuer, das binnen kürzester Zeit von den russischen Lufttruppen entdeckt und beschossen werden kann.

Quelle: Twitter/Elon Musk

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Hier kannst du den Betroffenen helfen.

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