Nachdem die mit Abstand marktstärkste Kryptowährung im November bei fast 68.000 US-Dollar ihr Allzeithoch erreicht hatte, fiel ihr Wert rasant ab. So lag der Bitcoin-Kurs schon Ende Januar bei gerade mal 35.000 Dollar. Seitdem hat sich aber einiges getan. Täglich beeinflussen neue Nachrichten die Community – Nachrichten vom Krieg in der Ukraine, von den Sanktionen gegen die Russische Föderation und nun auch Nachrichten von den Plänen der US-Regierung für Kryptowährungen.

Bitcoin-Kurs erlebt ungeahnten Höhenflug

Seit kurzem wartet die Krypto-Community gespannt auf ein entscheidendes Dekret des US-Präsidenten Joe Biden. Es soll den Kurs der US-Regierung in Bezug auf Kryptowährungen und deren Regulierung für die kommenden Jahre festlegen. Eigentlich wird der Entscheid im Laufe dieser Woche erwartet. Doch sind im Rahmen einer Panne im Finanzministerium der Vereinigten Staaten schon jetzt ausschlaggebende Informationen an die Öffentlichkeit gelangt. Sie schienen auch den Bitcoin-Kurs vorübergehend in die Höhe zu treiben.

Konkret ist im Netz eine Erklärung der US-amerikanischen Finanzministerin Janet L. Yellen aufgetaucht, mit der sie Bezug auf Bidens „Durchführungsverordnung über digitale Vermögenswerte“ nimmt. Das Problem: Die Erklärung sollte offenbar noch gar nicht online gehen. Zumindest nahm sie das zuständige Ministerium schnell wieder offline. Allerdings bleibt, was ein mal im Netz war, auch dort. So kannst du im Internet-Archiv auf archive.org noch immer nachlesen, was in der Pressemitteilung stand. Klar scheint, dass die US-Regierung Kryptowährungen im Laufe der nächsten Jahre maßgeblich fördern will.

Die Konsequenzen aus der Veröffentlichung spiegeln sich im aktuellen Bitcoin-Kurs wider. Zwischen 22:00 Uhr am Dienstagabend und 09:30 Uhr am Mittwochmorgen kletterte der Wert des Assets von knapp 38.498 auf gut 42.198 US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von mehr als zehn Prozent. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag aber fiel der Kurs erneut auf unter 40.000 US-Dollar.

Was stand in der Erklärung?

„Präsident Bidens historischer Erlass fordert einen koordinierten und umfassenden Ansatz für die Politik im Bereich der digitalen Güter. Dieser Ansatz wird verantwortungsvolle Innovationen unterstützen, die der Nation, den Verbrauchern und den Unternehmen erhebliche Vorteile bringen könnten. Er wird auch Risiken im Zusammenhang mit illegaler Finanzierung angehen, Verbraucher und Investoren schützen und Bedrohungen für das Finanzsystem und die Wirtschaft im Allgemeinen verhindern.“

Janet L. Yellen

Im Rahmen der Verordnung werde das Ministerium behördenübergreifend und international arbeiten, um einen Bericht über die Zukunft von Geld und Zahlungssystemen zu erstellen. Auch werde Yellen den Rat für Finanzstabilität einberufen, um potenzielle Risiken digitaler Vermögenswerte zu bewerten und festzustellen, „ob angemessene Schutzmaßnahmen vorhanden sind“.

Das Finanzministerium werde sich für ein „gerechteres, inklusiveres und effizienteres Finanzsystem einsetzen und dabei auf unserer laufenden Arbeit zur Bekämpfung der illegalen Finanzwirtschaft und zur Vermeidung von Risiken für die Finanzstabilität und die nationale Sicherheit aufbauen“. Obwohl die Regierung ihr Augenmerk auf Stablecoins zu legen scheint, dürfte auch der Bitcoin-Kurs maßgeblich von diesen Plänen profitieren.

Quelle: Finanzministerium der Vereinigten Staaten (via archive.org)

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Hier kannst du den Betroffenen helfen.

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