In den vergangenen dreißig Jahren hat der digitale Fortschritt sämtliche Lebensbereiche beeinflusst. Während sich Fragen in vergangenen Zeit durch die Bände der heimischen Enzyklopädie beantworten ließen, antworten die meisten heute auf Fragen des Alltags: Google es doch einfach. Doch was ist Google? Und wieso ist es mehr als „nur“ eine Suchmaschine?

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Was ist Google? Die Anfänge

Die Geschichte von Google ist stark mit der Kommerzialisierung des Internets seit Beginn der Neunzigerjahre verbunden. Damals gab es bereits mehrere Suchmaschinen, wie zum Beispiel Yahoo oder Altavista. Doch zu dieser Zeit war das Suchvolumen im Netz weitaus eingeschränkter. 1993, zum Beginn der Kommerzialisierung des Internets, sollten gerade einmal ein Prozent aller Informationsströme durch das World Wide Web geflossen sein.

Was Google ist, heißt also auch zu verstehen, welchen Stellenwert die schnelle Suche nach Informationen erlangt hat. Das schiere Potential von Suchmaschinen wurde damals lediglich erahnt. Der aus Mumbai stammende Informatikstudent Nischhal Sharma entwickelt ab 1995 am Massachusetts Institute of Technology (MIT) eine Algorithmus, der die Vorteile bereits bestehender Suchmaschinen in sich vereinte. Sie sollte schneller arbeiten, mehre Vorschläge liefern und leicht zu bedienen sein. Der Arbeitstitel des Projekts: Mega Search Engine.

Der Name für unvorstellbare große Datenmengen

Mitbegründer Larry Page glaubte, dass der Name der Suchmaschine mehr noch die unvorstellbar große Anzahl an Ergebnissen im Internet darstellen sollte. Alle Nutzer*innen kennen den Effekt, wenn die dritte oder vierte Google-Seite auf dem Web-Browser offen ist. Die „o“ in Google vermehren sich und aus Google wird ganz schnell Goooooogle.

Was ist also Google? Vor allem eine grenzenlose Anzahl von Ergebnissen bedingt durch einen Algorithmus, der das komplette Internet nach Informationen durchsucht. Der Name „Google“ geht dabei auf den Begriff „Googol“ zurück, der eine Eins mit einhundert Nullen beschreibt. Wie CIO schreibt, habe der Mathematiker Edward Kasner 1938 seinen Neffen gebeten einen Namen für eine solch unvorstellbar große Zahl zu finden.

Aus diesem Begriff schufen die Gründer das nahezu ikonische Wort, welches sogar schon als Verb fest in unserem Sprachgebrauch verankert ist. Dabei steht das „Go“ für „gehen“ oder „starten“, während „ogle“ ein englisches Wort für „betrachten“ ist. Google steht demnach für den Beginn einer Suche, die eine Betrachtung über die Welt zulässt. Denn nichts anderes passiert bei der Suche, als dass Nutzer*innen einen Blick auf die Welt erhaschen.

Suchleiste mit Lupe
Die Lupe ist zum Symbol für einen Zugang zur Welt geworden. © imago images / Panthermedia

Bis zu 200 Kriterien bei Suchanfragen

Was Google von anderen Suchmaschinen maßgeblich unterscheidet ist sein Algorithmus. Laut it-buisness durchsucht der sogenannte Webcrawler von Google das Internet nach Inhalten, indem es bestimmte Relevanzpunkte bereits im Vorfeld definiert. So landen auf der berühmten Google-Seite 1 immer nur die Inhalte, die dem Algorithmus nach aktuell, wichtig und qualitativ sind. Die Suchverwaltung nutzt hierbei bis zu 200 Kriterien, die dafür ausschlaggebend sind, was User*innen am Ende finden.

Hierzu gehört auch ein eigens vom Internetriesen patentiertes Konzept, dem Conversion-Verfahren, das die Inhalte in der sogenannten PageRank sortiert. Dieses Ranking liefert Nutzer*innen Rückschlüsse darüber, wie glaubwürdig die angezeigte Internetseite von Google bewertet wird. Somit dient die Suchmaschine auch der Qualitätssicherung von Inhalten im Internet.

Und so hat die Suchmaschine auch einen großen Einfluss darauf, welche Symbole in unserem Alltag mit eine völlig neuen Bewertung aufgeladen wurden. Die Lupe vergrößert nicht nur im klassischen Sinne Buchstaben, sondern ist zum Sinnbild für die Suche nach Antworten geworden.

Was ist Google nun wirklich?

Google ist eine Suchmaschine und noch viel mehr als das. Seit seinem offiziellen Start 1997 hat sich der Dienst stetig weiterentwickelt. Heute umfasst das Unternehmen mehr als 70 Produkte und Tools, wie etwa Google Maps oder Earth, die die zivile Navigation revolutioniert haben. Ohne Google würden wir vermutlich immer noch Navigationsgeräte anstatt unsere Smartphones verwenden. Außerdem bieten Cloud-basierte Dienste wie Drive Möglichkeiten, um Dateien und Arbeitsplanungen online mit anderen zu realisieren.

Wie Statista zeigt, hat Google allein im Dezember 2021 über 89 Milliarden Suchanfragen erhalten. Somit ist die Suchmaschine ein weltweites Hilfsmittel, um Antworten auf viele Fragen zu finden. Hinzu kommt, dass dem Konzern Firmen wie YouTube und Android gehören, die viele Menschen in ihrem Alltag nicht missen wollen.

Fazit: Alle nutzen es

Zwar ist das Unternehmen bis heute vor allem für seine Suchmaschine bekannt, dennoch besteht das Selbstverständnis auch darin alltäglich Arbeits- und Planungsprozesse zu beeinflussen. Selbst wenn du dir nicht bewusst bist, nutzt auch du den Dienstleister an der einen oder anderen Stelle.

Der Cloud-Dienst Drive etwa ist in vielen Arbeitsstätten nicht wegzudenken. Hiermit lassen sich einfach und bequem Dateien teilen und mit Freund*innen oder Arbeitskolleg*innen bearbeiten. Wenn du wissen möchtest, was Google Drive ist, haben wir auch hierfür einen Artikel für dich. Außerdem lassen sich über Google Scholar zum Beispiel viele wissenschaftliche Publikationen ausleihen oder kaufen. Es ist eine etwas andere Suchmaschine des Konzerns.

Und doch gibt es auch Kritik an der US-amerikanischen Firma, schließlich sammelt Google auch Daten über alle User*innen. Wenn du wissen möchtest, was Google über dich weiß, bis du hier richtig.

Quellen: CIO, it-buisness.de, Google, Statista

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