Hunde sind nicht nur süß, sondern auch loyale Gefährten im Leben ihrer Halter*innen. Sie können viel Freude bereiten und sogar sehr hilfreich sein und unter anderem gegen Einsamkeit helfen. Doch der Wunsch eines eigenen Haustieres wurde vielen zum Verhängnis, weil sie auf einen Betrug hereingefallen sind. Das ging auch nicht an Google unbemerkt vorbei. Der Technik-Konzern hat nun Klage erhoben.

Keine Hunde: Google klagt an

Aus der Klageschrift (via Gizmodo) geht hervor, dass Google gegen den Missbrauch der eigenen Plattformen und Technologie vorgehen will. Diese hat ein Täter dafür genutzt, mehrere ältere Menschen reinzulegen. Diese hatten vor, jeweils einen süßen Hund zu adoptieren, den man ihnen auch versprochen hat. Dabei fielen sie auf eine Vielzahl an Tricks herein: So hat der Täter unter anderem falsche Webseiten mit falschen Bewertungen zu verantworten, auf denen Bilder nicht existenter Hunde zu sehen waren.

Zugleich brachte er in Einzelgesprächen seine Opfer dazu, ihm Geld zu überweisen. Um den Plan noch überzeugender zu gestalten, kamen mehrere betrügerische Google-Konten zum Einsatz, mit deren Hilfe die Webseiten sogar bei US-amerikanischen Internet-Hosts registriert wurden. Selbstverständlich erhielten die Betrogenen nie einen Hund.

Betrug mit Hunden: Leider kein Einzelfall

Auf dem hauseigenen Blog nahmen Google-Anwalt Mike Trinh und Albert Shin, Manager der Cyberkriminalitäts-Untersuchungsgruppe, dazu Stellung. Darin schrieben sie, dass man mit der Klage einen juristischen Präzedenzfall durchbringen möchte, um „die Opfer zu schützen, die Infrastruktur der Betrüger zu unterbrechen und öffentlich darauf aufmerksam zu machen.“

Zudem möchte Google auch intern die Sicherheitsvorkehrungen intensivieren. Eigenen Aussagen nach sei der Betrug mit falschen Hunden weit verbreitet – verschiedene Bundesbehörden gehen angeblich von einer erbeuteten Summe von bis zu 650 Millionen US-Dollar jährlich aus.

Das Technik-Unternehmen wird wiederholt von illegalen Praktiken geplagt, die mit Hilfe seiner Produkte Millionen von Haushalten treffen. Erst kürzlich entfernte der Konzern Spionage-Apps aus dem Google Play Store, nachdem sie mehr als 60 Millionen Mal heruntergeladen wurden.

Quellen: Google, Gizmodo

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