Erst in der vergangenen Woche, aber ohne große Bekanntgabe endete die sogenannte Wartungsfrist für die Version Windows 10 20H2. Wer das Betriebssystem verwendet, kann dies weiterhin tun. Allerdings wird es dafür nach der finalen Aktualisierung am 10. Mai keine Sicherheitsupdates mehr geben.

Windows 10-Version ohne Support: Das bedeutet es für dich

Das Ende des offiziellen Supports war bereits lange im Voraus angesetzt. Es gilt zunächst für die Privatnutzerschaft sowie deren Home- und Pro-Versionen. Unternehmen, die die Version Windows 10 20H2 anwenden, steht ein ähnliches Schicksal dann am 9. Mai 2023 bevor. Auch für die Folgeversionen stehen entsprechende Stichtage fest.

Ende des Windows-10-Supports

VersionPrivatnutzerschaftUnternehmen
Windows 10 21H29. Mai 202314. Mai 2024
Windows 10 21H113. Dezember 202213. Dezember 2022
Windows 10 20H210. Mai 20229. Mai 2023

Für betroffene Personen bedeutet das laut Microsoft, dass das Wartungsende erreicht wurde. Im Detail heißt es dazu im entsprechenden Unternehmensblog:

„Das Sicherheitsupdate vom Mai 2022, das am 10. Mai veröffentlicht wurde, ist das letzte Update, das für diese Versionen verfügbar ist. Ab diesem Datum erhalten Geräte, auf denen diese Editionen ausgeführt werden, keine monatlichen Sicherheits- und Qualitätsupdates mehr, die Schutz vor den neuesten Sicherheitsbedrohungen bieten.“

Microsoft (Supportseite)

Microsoft-Empfehlung für Windows-10-Nutzer*innen

Gehörst du dazu, gilt es laut Unternehmen, deine Geräte auf die neueste Version von Windows 10 zu aktualisieren. In anderen Fällen ist aber auch ein Upgrade auf Windows 11 denkbar, sofern Rechner und Hardware damit kompatibel sind.

Ob es sich am Ende für dich lohnt, muss sich zeigen. Nicht für alle ist ein entsprechendes Update auch die bessere Wahl. Der Grund: Mit dem Upgrade kommen Fachleuten zufolge auch einige Nachteile auf dich zu. Bist du gewillt, diese in Kauf zu nehmen, steht der neuesten Softwareversion nichts im Wege.

Potenzielle Nachteile von Windows 11 (Auswahl, via Computerbild)

  • Eingeschränkte/ redundante Funktionalität: Einige frühere Systemfunktionen wurden von Microsoft gestrichen, wie das Verschieben das Taskleiste. Andere Funktionen wiederum sind doppelt vorhanden, wie das Programm zum Abspielen von Musik.
  • Zwang zum Online-Konto: Die Installation von Windows 11 verlangt die Erstellung eines Web-Accounts.
  • Veraltete Windows-7-Datensicherung: Wie schon in Windows 10 kommt auch beim Nachfolger der Imager von Windows 7 zum Einsatz, um das Betriebssystem vollständig zu sichern. Dieser führte schon unter Windows 10 zu Problemen.
  • Übertriebene Animationen: Laut Computerbild „brennt Windows 11 ein Effektspektakel ab“, das auf die Dauer als nervig eingestuft wird.

Welche Version des Windows-Betriebssystems verwende ich?

Weißt du dagegen gar nicht, mit welcher Software dein Rechner gerade läuft, kannst du es durch die folgenden Schritte leicht herausfinden. Dabei gelangst du auf verschiedenen Wegen ans Ziel:

  • Drücke die Windows-Taste + R.
  • Gib „winver“ (für Windows-Version) in das Feld „Öffnen“ ein.
  • Bestätigt mit „OK“.

Oder

  • Windows-Taste > Einstellungen > System > Info

Schritt zwei führt dich zu ausführlicheren Systeminformationen wie den genauen Windows- und zugehörigen Gerätespezifikationen.

Wann wird Windows 10 abgeschaltet?

Neben den einzelnen Versionen wird es natürlich auch ein Ende für Windows 10 selbst geben. Vor allem, da Windows 11 bereits veröffentlicht wurde. Das Datum dafür steht sogar schon fest. Microsoft hatte die Frist ganz unbemerkt Mitte des vergangenen Jahres online gestellt. Demnach fällt der Tag des sogenannten „Ruhestands“ für Windows 10 Home and Pro auf den 14. Oktober 2025. Es bleibt also noch etwas Zeit.

Quellen: Microsoft, Computerbildeigene Recherche

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