Cyberangriffe sind für die Opfer mindestens ein Ärgernis und im äußersten Fall verheerend. Bei Ransomware-Attacken werden beispielsweise urplötzlich deine Daten auf Handy oder PC verschlüsselt. Es folgt eine Lösegeldforderung, mit der du die Daten wieder freikaufen kannst. Was für dich also extrem viel Stress auslöst, ist für die Betrüger*innen auf der anderen Seite ein schlichtes Business-Modell. Ein Ransomware-Akteur zieht sich jetzt aus dem Geschäft zurück. Der Grund ist kurios.

Cyberangriffe mit AstraLocker sind (vorerst) Geschichte

Ransomware-Cyberangriffe haben beispielsweise mit AstraLocker stattgefunden. Mit Hilfe dieser Erpressungssoftware fanden sich viele Opfer, das Geschäft war lukrativ. Nun hat der dahinterstehende Akteur jedoch seinen Rückzug angekündigt, wie BleepingComputer berichtet.

Wenn du selber noch kein Opfer von dieser Form von Cyberangriffen geworden bist, musst du dir also um AstraLocker keine Sorgen mehr machen. Hattest du weniger Glück, dürfte dich der Rückzug dennoch freuen.

Denn tatsächlich hat der berüchtigte Cyberkriminelle sich anscheinend dazu entschieden, die letzten Lösegeldforderungen abzubrechen. Nun findest du zu AstraLocker nämlich die entsprechende Entschlüsselungssoftware, mit der du ohne Zahlung wieder an deine Daten kommst. Die Zip-Dateien wurden von BleepingComputer untersucht. Es gibt keinen doppelten Boden in diesem Fall: Es ist alles echt. Aber wieso zieht sich der Erpresser samt Software zurück?

„Es hat Spaß gemacht“ – aber jetzt muss was Neues her

Tatsächlich möchte sich der anonyme Akteur nicht gänzlich aus dem „Cyberangriffs-Sektor“ zurückziehen. Stattdessen will er sich neuen Herausforderungen stellen, wie er BleepingComputer gegenüber zugegeben haben will:

„Es hat Spaß gemacht und spaßige Dinge enden irgendwann. Ich schließe die Operation, Entschlüsseler sind in Zip-Dateien, sauber. Ich werde zurückkommen. Ich bin erstmal durch mit Ransomware und versuche mich jetzt im Cryptojacking, lol.“

Anonymer AstraLocker-Erpresser

Anstelle von Windows-Ransomware möchte er sich lieber Kryptowährungen widmen. Ob er diesen neuen Geschäftszweig als lukrativer wahrnimmt oder Cyberangriffe dieser Art für ihn eine spannende Herausforderung darstellen, bleibt im Verborgenen.

Die Gefahr von Ransomware-Angriffen ist dadurch aber nicht gebannt. Erst vor kurzem wurde ein neuer Malware-Loader identifiziert, der noch eleganter in dein System vordringt und Betrüger*innen Tür und Tor öffnet.

Quelle: BleepingComputer

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